Kurz nach halb sechs gönnt sich Gábor Marosvölgyi im Pester Vigadó endlich eine Verschnaufpause, um bei einem Kaffee mit der Budapester Zeitung über die Herausforderung im Bereich der Event-Serviceleistungen zu sprechen. Der Catering-Direktor und sein heute fast 50 köpfiges Team arbeiten bereits seit 14 Uhr an den Vorbereitungen für ein Event eines Unternehmens aus dem Bankensektor. In weniger als zwei Stunden sollen die ersten der insgesamt knapp unter 300 Gäste, die für den heutigen Abend erwartet werden, eintreffen. Im Großen Saal des glanzvollen Veranstaltungshauses sind bereits alle Tische aufgebaut und vollends eingedeckt, die Dekorateure nehmen noch letzte Handgriffe am Tafelschmuck vor.

In einem Nebenraum bereitet die Küchenmannschaft von Károly Pintér bereits die Vorspeisen vor. Über 260 Portionen auf Tellern anzurichten, dauert eben seine Zeit, doch alle Arbeitsvorgänge laufen ab wie in einem Schweizer Uhrwerk. Hier scheint keiner gehetzt.


Auf alles vorbereitet

Kein Wunder, schließlich ist es für niemanden das erste Mal. Pro Jahr richtet der Anbieter im High-end-Bereich um die 90 derartige Großevents aus, darunter sogar solche mit weitaus höherer Gästezahl.

„Wir haben schon Aufträge mit mehr als 1.000 Gästen betreut“, schildert Marosvölgyi sichtlich stolz. Aus Sicht des Catering-Direktors gibt es hinsichtlich der Größe keine Beschränkungen, solange es möglich sei, eine ausreichend große Location, genügend Personal und Equipment zu mieten. Dabei hat „The Kitchen Caters“ einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Konkurrenten am Markt. Hinter dem vor etwas mehr als drei Jahren gestarteten Anbieter steht das Luxushotel Kempinski Corvinus Budapest mit all seiner Infrastruktur, seinen Ressourcen und dem Know-how des dortigen Gastro- und Serviceteams. „Man muss immer mit allem rechnen“, erklärt Marosvölgyi. „Natürlich bereiten wir bei jeder Veranstaltung ein paar zusätzliche Portionen vor und haben auch ein paar Back-ups bei den vegetarischen und glutenfreien Optionen. Aber es kommt doch schon mal vor, dass auch das nicht reicht. Dann haben wir aber zumindest die Möglichkeit nochmal ins Hotel zurückzufahren und Nachschub zu holen.“

Bei den Kunden von „The Kitchen Caters“ handele es sich überwiegend um Unternehmen und Institutionen wie Botschaften und Handelskammern doch auch für kleinere Privatevents mit beispielsweise nur 25 Gästen übernimmt der Dienstleister die Betreuung. Dabei sorgt „The Kitchen Caters“ nicht nur für das leibliche Wohl am Tag des Events, vielmehr bieten Marosvölgyi und sein Team einen Rundum-Service an, der dem Gastgeber gleich mehrere wichtige Aufgaben abnimmt. Wie der Catering-Direktor erzählt, hätten sich die meisten Kunden, wenn sie zu ihm kommen bereits für eine bestimmte Location entschieden, doch der Dienstleister selbst bietet ebenfalls seine Hilfe beim Finden eines Veranstaltungsortes an. In Budapest gehören über 16 prestigeträchtige Venues zu den Partnern von „The Kitchen Caters“. Darunter kleine aber exklusive wie das Festetics-Palais und der Wenckheim-Palast, aber auch solche mit Kapazitäten für Empfänge mit bis zu 2.000 Personen, beispielsweise das Budapester Eisenbahnmuseum. Eine der aktuell beliebtesten Locations im Angebot des Dienstleisters ist das vor bald einem Jahr nach umfassenden Renovierungen wiedereröffnete Budapester Museum der Schönen Künste. Hier ist „The Kitchen Caters“ sogar exklusiver Catering-Partner.

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Festlich vorbereiteter Konzertsaal im Pester Vigadó.


Doch auch außerhalb der ungarischen Hauptstadt, so Marosvölgyi, biete sein Unternehmen Catering-Leistungen an. So habe man etwa vor Kurzem beim Redbull-Event in Zamárdi gecatert.


Rundum-Service von der Venue über das Setup bis hin zum Menü

Neben dem Veranstaltungsort kümmert sich „The Kitchen Caters“ aber auch um das Setup und den Aufbau eines Events, dazu gehört beispielsweise das Mieten von Stühlen, Tischen und anderen Notwendigkeiten vor Ort. Doch das wichtigste ist und bleibt aber natürlich das gastronomische Angebot. Hier wolle „The Kitchen Caters“ den Standard und die Qualität bieten, die ihre Gäste bereits aus dem Kempinski Corvinus kennen und schätzen. „Wir bieten vom Office-Frühstück über Lunch-Optionen bis hin zum festlichen Dinner alles an. Zwar gibt es bei der Auswahl der Speisen ein Basic-Menü, aber wir gehen gerne auf individuelle Wünsche ein. Hier ist so gut wie alles möglich.“ Dank mobiler State-of-the-Art-Küchentechnologie sei es dem Caterer etwa auch möglich, anspruchsvollste Gerichte frisch, vor Ort zuzubereiten. So können Kunden etwa auch bei Events abseits einer Restaurantküche in den Genuss eines perfekt zubereiteten Steaks kommen. Die verschiedenen Menü-Optionen dürfen vorab natürlich bei einer Verkostung im Kempinski-Hotel probiert werden.

Doch was sind eigentlich die größten Herausforderungen im Bereich derartiger Event-Serviceleistungen? Für Gábor Marosvölgyi ist es definitiv die Tatsache, dass er und sein Team versuchen müssen, das Unvorhersehbare vorherzusehen, um so auf jede Eventualität vorbereitet zu sein. „Es kann immer sein, dass unsere Kunden am Tag der Veranstaltung nochmal komplett ihre Meinung ändern oder auch die Gäste plötzlich andere Essenspräferenzen angeben. Darauf müssen wir gefasst sein.“ Auch zeitlich müsse der Dienstleister Flexibilität zeigen, etwa dann, wenn bei einer Hochzeit mit mehr als 700 Gästen die Hochzeitsansprachen doch etwas länger dauern und das Essen statt um 19 Uhr erst eine halbe Stunde später serviert werden kann. „Das ist natürlich eine wahnsinnige Herausforderung für die Küche, weil alles genau getimt ist“, schmunzelt Catering-Chef Károly Pintér, „Aber auch das meistern wir.“ Richtig aus der Ruhe zu bringen, scheint das Team von „The Kitchen Caters“ nichts. Nicht mal dann, wenn das Wetter nicht mitspielt und ein eigentlich für den Außenhof geplantes Event, plötzlich ins Trockene verlegt werden muss – ohne größere Verzögerungen versteht sich.

Fest steht, wer im Catering-Bereich arbeitet, braucht manchmal Nerven wie Drahtseile und muss auch in unmöglichen Situationen noch einen kühlen Kopf bewahren. Für Gábor Marosvölgyi und sein Team ist das jedoch kein Problem.

Weitere Informationen zu „The Kitchen Caters“ finden Sie auf http://www.thekitchencaters.com

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