Während Ministerpräsident Viktor Orbán den Journalisten am Wochenende nicht für Fragen zur Verfügung stand, erklärte sein Kabinettchef, der Premier würde den Teilnehmern an dem Treffen einen Abriss der Zeit seit dem zweiten Regierungsantritt 2010 geben und die neuen Aufgaben definieren. Wie Rogán sagte, „haben wir in den neun Jahren, die seither vergangen sind, zunächst unsere Unabhängigkeit erlangt und diese anschließend verteidigt“. Die wichtigste Aufgabe der nächsten Jahre laute nun, die nationale Unabhängigkeit zu stärken. Dazu bedürfe es einer starken und erfolgreichen Wirtschaft, die auf der Basis einer souveränen und eigenständigen Wirtschaftspolitik stehe, wie das bereits seit Jahren der Fall sei. Was die aktuelle Wirtschaftsleistung angehe, mache der Aktionsplan zum Schutz der Wirtschaft den Unterschied aus, der Ungarn aktuell einen Vorsprung gegenüber der Region verschaffe. Die starke einheimische Wirtschaft sei das Unterpfand für die aktive Familienpolitik der Orbán-Regierung, fügte Rogán hinzu.

Zu den Kommunalwahlen am 13. Oktober merkte der Politiker an, Fidesz-KDNP hätten jede Menge erprobte Bürgermeister. Das gelte erst recht für den Budapester OB István Tarlós, der seit 29 Jahren in dieser und einer ähnlichen Position (im 3. Stadtbezirk) agierte, im Gegensatz zu den drei „ungeeigneten“ Kandidaten der Opposition. Tarlós selbst sagte den Journalisten in Kötcse, er befasse sich nicht mit seinen Herausforderern, sondern einzig mit seinen Aufgaben und Zielen für die nächste Zeit. Der Wahlkampfleiter des Fidesz, Lajos Kósa, sieht nur in wenigen Orten eine echte Zusammenarbeit der Opposition, deren Kooperationsversuche in einem Desaster endeten.

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