Die Continental Automotive Hungary avancierte in den vergangenen drei Jahrzehnten vom Produzenten zum Entwickler modernster Technologien und Wissenszentrum. Die sich nach der Wende hier ansiedelnden deutschen Unternehmen haben mit ihren Investitionen, Erfahrungen und Anforderungen zur Schaffung der ungarischen Marktwirtschaft beigetragen, sagte Varga weiter. Ungarn wandelte sich mit seinen ausgebildeten Fachkräften, seiner geografischen Lage und seiner Infrastruktur in ein attraktives Investitionsziel. Im gemeinsamen Interesse beider Länder liege die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft und der Produktivität sowie die Förderung der Digitalisierung. Varga zitierte die Worte von Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich des 30. Paneuropäischen Picknicks in Sopron, wonach „die Strukturfonds der EU mit dem Ziel geschaffen wurden, die Konvergenz innerhalb der EU zu erhöhen. Betrachtet man das Wirtschaftswachstum Ungarns, so ist das Geld hierzulande gut angelegt, es dient dem Wohl der Menschen und Deutschland ist stolz, dass es mit Arbeitsplätzen in Ungarn zu diesem Wachstum beitragen kann.“

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Die Continental-Gruppe ist eines der führenden Technologieunternehmen der Welt, sie verfügt in Ungarn über sieben Werke, eine Handelsvertretung, ein Logistikzentrum sowie ein KI-Zentrum und beschäftigt zusammen mit Leiharbeitern mehr als 8.000 Mitarbeiter. Allein im Budapester Werk sind mehr als 2.000 Mitarbeiter beschäftigt. Zuletzt startete im III. Quartal 2018 der Bau des Elektronikwerks von Continental in Debrecen, informierte Róbert Keszte (M.), Geschäftsführer der Continental Automotive Kft. Die Gesellschaft wurde 2018 in Ungarn zum „Werk des Jahres“ sowie zur „Musterfabrik Industrie 4.0“ gekürt. Seit 2010 fertigt man dort verschiedene Systeme für E- und Hybrid-Fahrzeuge. Die Gruppe gehört zu den Gründungsmitgliedern der Koalition für Künstliche Intelligenz, vor zwei Jahren startete sie die duale Ausbildung. Derzeit erfolgen in der Automobilindustrie fundamentale Veränderungen, das Budapester Werk sei gut darauf vorbereitet. Hier werden z. B. Router für den Internetanschluss in Fahrzeugen hergestellt. Zugleich kündigte Keszte an, dass das Werk in Budapest mit einer Fläche von 13.000 m2 auf 20.000 m2, langfristig sogar auf 25.000 m2 erweitert werde.

Die Continental AG investierte in den vergangenen 30 Jahren ca. 500 Mio. Euro in Ungarn, informierte Sami Krimi (r.), Leiter der Elektronik-Werke der Continental AG. Weltweit setzte die Gruppe 2018 ca. 44,4 Mrd. Euro um und beschäftigt momentan fast 245.000 Mitarbeiter in 60 Ländern.

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