Die Statistik der OECD arbeitete das Wirtschaftsportal G7.hu auf, das auf wichtige Aspekte wie die Qualifikation der Arbeitskräfte, die Höhe des eingesetzten Kapitals, das technologische Niveau und die Effizienz der Arbeitsorganisation verwies. Auf gesellschaftlicher Ebene sei klar, dass höhere Produktivität zu höheren Löhnen und somit zu mehr Wohlstand führe. Nach den Angaben der OECD, die den Dollarwert in der jeweiligen Kaufkraftparität der einzelnen Länder für 2010 ansetzte, bewegte sich Ungarn jahrelang nicht vom Fleck: Für 2010 wurden 30,50 USD pro Arbeitsstunde gemessen, im Jahre 2013 waren es 31,40 USD, aber 2016 auf einem neuen Tiefpunkt wieder nur 31 USD. Erst in den letzten zwei Jahren gelang ein messbarer Fortschritt, mit einem Produktivitätsgewinn auf 32 USD in 2017 und knapp 33,40 USD im Vorjahr. Während sich Ungarn lange Zeit wie im Kreis drehte, zogen Slowaken (von 34,40 auf 41,20 USD) und Tschechen (von 31,80 auf 35,80 USD) davon, überholte Polen (von 28,40 auf 36 USD) und kam Rumänien spürbar näher (von 20,20 auf 29,50 USD). Einzig Griechenland konnten die Ungarn hinter sich lassen, wo die Produktivität seit 2010 absolut um 7% zurückgefallen ist. In der EU-28 legte die durchschnittliche Produktivität derweil ungefähr im ungarischen Tempo, um 8% zu. Damit aber wurden nach der Kaufkraftparität im Vorjahr bereits 48,60 USD je Arbeitsstunde erzeugt – wohlgemerkt im Durchschnitt der Gemeinschaft!

Die OECD erinnerte übrigens 2017 daran, dass Ungarns Produktivitätszuwächse zum einen durch die weit verbreiteten öffentlichen Arbeitsprogramme gedrückt würden. Ein noch größeres Problem aber stellten jene Unternehmen dar, die hierzulande ohne jeden Wettbewerb existierten. Damit fehle der Innovationsdruck und somit der Schlüssel zur Steigerung der Produktivität. Das Wettbewerbsrecht werde in kompletten Wirtschaftszweigen ausgeblendet, die Regulierung sei intransparent. Nicht von ungefähr warteten die Notenbank, die Kammer und die Regierung mit verschiedenen Programmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit auf.

https://data.oecd.org/lprdty/gdp-per-hour-worked.h...

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