Analysten prognostizierten einen verlangsamten Anstieg, demgegenüber sorgte die Wirtschaft für eine weitere positive Überraschung. Das überaus schnelle Wirtschaftswachstum sei auf die Belebung der Privatinvestitionen, EU-Förderungen, erhöhte Beschäftigung und schnellen Lohnanstieg gleichermaßen zurückzuführen.

Die ungarische Wirtschaft wird auch im II. Halbjahr weiter wachsen. Vorsichtigen Schätzungen zufolge könnte das Wachstum im gesamten Jahr bei 4,3-4,4% liegen, erklärte Finanzminister Mihály Varga zu den aktuellen BIP-Daten. Die ungarische Wirtschaft habe nichts an Schwung verloren. Der ersten Schätzung zufolge weist Ungarn die höchste Wachstumsrate innerhalb der EU aus. Parallel zum BIP-Anstieg sinkt die Staatsverschuldung. Haushaltsdefizit und Verschuldung entsprechen in diesem Jahr den bisherigen Prognosen. Die Regierungsmaßnahmen trugen mit 1,6 Prozentpunkten zum Wachstum bei. Im II. Quartal erhöhte die Bauindustrie ihre Leistung um 27%, die Industrie legte um fast 5% und der Einzelhandel um mehr als 5% zu. Neben dem Tourismus und Immobilienmarkt unterstützten auch die Infokommunikation und Investitionen das Wachstum. Der Finanzminister sieht die Risiken für die kommende Zeit unverändert: Dazu gehören der Brexit, die ausgebremste Weltkonjunktur und die schwächere Leistung der deutschen Wirtschaft – Letztere hätte sich eigentlich seit einigen Monaten auch auf Ungarn auswirken müssen.

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