Von der Fachkonferenz berichtete das Wirtschaftsportal napi.hu. Demnach sei der Verkauf der BB Thema der Regierungssitzung gewesen: „Es wurden keine konkreten Informationen verraten, aber es lässt sich denken, wie es künftig weitergeht.“ Der von dem Portal zitierte Bankdirektor sagte weiter, er wisse nicht, ob überhaupt eine Entscheidung getroffen wurde, doch könne er sich persönlich nicht vorstellen, dass Takarékbank, BB und MKB auch mittelfristig noch getrennte Wege gehen werden.

Bekanntlich sollte die für die Verwaltung des Nationalvermögens zuständige Ministerin ohne Geschäftsbereich, Andrea Bártfai-Mager, im Auftrag der Regierung mit potenziellen Kunden über den BB-Verkauf verhandeln – mit Stichtag 30. Juni. Dabei setzte der Staat einen Verkaufspreis von mindestens 200 Mrd. Forint voraus, um kein Verlustgeschäft zu machen. (GE Capital hatte die ungarische Tochterbank im Sommer 2015 für 700 Mio. Dollar hergegeben.) Unter den potenziellen Käufern benannte napi.hu Raiffeisen Bank, Erste Bank und die hierzulande über die K&H vertretene KBC-Gruppe.

Das Wirtschaftsportal portfolio.hu befragte die Teilnehmer einer Bankenkonferenz im April zu Szenarien einer möglichen Fusion der heute in öffentlicher Hand befindlichen Geldinstitute. Dabei gaben nur wenige den ausländischen Banken eine Chance, das Rennen zu machen. Jeder zweite Befragte rechnet mit einer Mega-Fusion Takarék-MKB-BB binnen zwei Jahren, bei einem Zeithorizont von fünf Jahren glauben sogar mehr als drei Viertel der Bankmanager an diesen Ausgang. Die neue „Superbank“ würde hinter der OTP-Gruppe zur Nr. 2 im ungarischen Bankensektor aufsteigen.

Die Budapest Bank konnte ihre Bilanzsumme im Vorjahr dynamisch um ein Fünftel auf 1.237 Mrd. Forint steigern (die Takarék-Gruppe stagnierte bei 2.324 Mrd. Forint, die MKB fiel leicht auf 1.858 Mrd. Forint zurück). Bei einem unter 15 Mrd. Forint sinkenden Vorsteuerergebnis fiel die Anlagerendite der BB jedoch auf 1% und die Eigenkapitalrendite auf 8%.

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