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Von Anbeginn überlegen

Im Falle von MÁP+ wiederum haben wir es mit einer fünfjährigen Anleihe zu tun. Gewöhnlich überlegen es sich Anleger zweimal, ob sie ihr Geld in langfristige Konstruktionen stecken. Das Wunderbare an der neu entwickelten Staatsanleihe besteht jedoch darin, dass sie dem Anleger die Liquidität zu jeder Zeit gewährt: Ein Ausstieg ist nicht erst nach Ablauf der fünf Jahre möglich, sondern praktisch sanktionsfrei zu jedem Zeitpunkt. Der Staat versucht die Anleger auf eine andere Art und Weise bei der Stange zu halten, denn natürlich besteht ein grundlegendes Interesse, die Anlagezeiten zu strecken. Der positive Anreiz wird mit steigenden Erträgen erzielt. MÁP+ startet mit einem Ertrag fürs erste Halbjahr von 3,5 Prozent und ist der 1MÁP-Schwester somit – erst recht unter Berücksichtigung der bewahrten Flexibilität – von Anbeginn überlegen. Im zweiten Halbjahr verspricht der ungarische Staat bereits eine Verzinsung von vier Prozent. Gemessen am fixierten Ertrag von 1MÁP realisiert der Anleger somit nach einem Jahr bereits eine „Zusatzrendite“ von einem Prozentpunkt. Und das ohne jedes Risiko, sondern ganz im Gegenteil mit einer Anlageform, die dem Bürger dank ihrer Flexibilität eine außerordentliche Liquidität bewahrt.

Nach Ablauf des ersten von fünf Jahren wird die Zinskalkulation der MÁP+ dem Jahresrhythmus angepasst: Für das zweite Jahr werden dem Anleger auf Jahresebene viereinhalb Prozent, für das dritte Jahr fünf Prozent, für das vierte Jahr fünfeinhalb Prozent und für das abschließende fünfte Jahr sechs Prozent gutgeschrieben. Der durchschnittliche Ertrag über die fünf Jahre erreicht demnach 4,95 Prozent. Die nebenbei bemerkt steuerfrei gestellte Konstruktion wirft solventen Anlegern, die auf ihr Geld auch mal fünf Jahre verzichten können, nach dem Ablaufdatum einen Gesamtertrag von 27,35 Prozent ab.


Elftausend Milliarden als Ziel

Welches Anliegen aber verfolgt die Regierung mit dieser ganz offensichtlich attraktiven Staatsanleihe? Es handelt sich um das siebte Element des seit Jahren forcierten Anleiheprogramms. Die Einführung von MÁP+ wurde im Rahmen des neuen Aktionsplans zum Schutz der Wirtschaft verkündet und mit der Begründung versehen, die Ausweitung des Bestands an Staatsanleihen für die Bevölkerung liege im volkswirtschaftlichen Interesse. Mittlerweile finanziert die Bevölkerung dem Staat gut 8.000 Mrd. Forint seiner Schulden, bis 2023 soll das private Anleihevolumen auf 11.000 Mrd. Forint gestiegen sein. Das klingt ausgesprochen ehrgeizig, aber schon in der jüngeren Vergangenheit nahm dieses Volumen dynamisch zu. Nach Angaben der Zentrale zur Verwaltung der Staatsschulden (ÁKK) hielt die Bevölkerung beispielsweise Ende 2018 Staatsanleihen im Gesamtvolumen von rund 7.500 Mrd. Forint. Binnen fünf Jahren gelang ungefähr eine Verdopplung des Bestandes; die Experten der ÁKK halten mittelfristig einen bereinigten Zuwachs von 800-1.000 Mrd. Forint im Jahr für machbar.

Abgesehen von der spezifischen Babyanleihe, die das Feld der Anleger aufgrund ihres Charakters entzweit, erwiesen sich bislang die erwähnte einjährige Anleihe mit Festverzinsung und die flexiblen PMÁP-Konstruktionen mit Abstand als die Renner. Die privaten Anleger konzentrierten schon bisher gut drei Viertel ihrer Geldanlagen in Staatspapieren auf diese Konstruktionen. Neben der 1MÁP-Anleihe, deren fixierter Ertrag im gegenwärtigen Umfeld steigender Verbraucherpreise neuerdings gegen null tendiert, besitzen die verschiedenen PMÁP-Serien gerade den Vorteil, dass sie einen Ertrag von 1,4-1,7 Prozent über der aktuellen Inflationsrate versprechen. Im Fall der neuen „Super“-Anleihe winkt im Schnitt von fünf Jahren ein Reinertrag von nahezu zwei Prozent jährlich.

Die Vertriebspartner, unter denen sich neben einheimischen Handelsbanken auch die Raiffeisen Bank und die Bausparkasse Fundamenta mit ihren zweitausend Maklern befinden, sehen hinter der enormen Nachfrage nach MÁP+ vor allem die Bereitschaft der Bevölkerung, neben dem daheim gehorteten Bargeld jene Festgeld- und Sichteinlagen abzubauen, für die von den Banken kaum noch Zinsen gezahlt werden. Seit Jahren klagt die ungarische Wirtschaftspolitik über einen rasant zunehmenden Bargeldbestand. Dabei hat sie sich dieses Problem mit der Transaktionsgebühr genannten Steuer selbst ins Haus geholt. Nun könnte endlich ein ausreichender Anreiz geschaffen sein, um dieser Art der Verschwendung auf Volkswirtschaftsebene zu Leibe zu rücken. Doch damit nicht genug: die Bürger ziehen offensichtlich sogar Geld aus Investmentfonds und Aktien ab, um bei der Zeichnung der neuen Super-Staatsanleihe präsent zu sein.


Private Ausländer willkommen

Die Staatsschulden, die sich Ende 2018 auf etwas mehr als 29.000 Mrd. Forint summierten, werden nominal weiter steigen und Ende 2020 bei rund 32.000 Mrd. Forint angelangt sein. Gelingt es, das Wirtschaftswachstum dauerhaft um vier Prozent zu halten, sorgt der deutlich dynamischere Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt dennoch dafür, dass Ungarn seinen Schulden „entwächst“. Damit nicht genug, lautet eine Prämisse der Orbán-Regierung, die Devisenschulden systematisch durch einheimische Finanziers ablösen zu lassen. Schließlich erhöhen Schulden gegenüber dem Inland Stabilität und Berechenbarkeit, während diese gleichzeitig die Abhängigkeit von externen Faktoren reduzieren.

Für diese Entwicklung ist der Staat sogar bereit, mit einem weiteren „Tabu“ zu brechen. Seit dem Höhepunkt im Jahre 2014 wurden die jährlichen Zinsausgaben um rund 400 auf 1.000 Mrd. Forint abgebaut. Laut Haushaltsentwurf für 2020 könnte im kommenden Jahr eine Wende beim Schuldendienst eintreten. Diese kann nicht losgelöst von der Politik betrachtet werden, sich mit besonders hohen Zinsen bei der Bevölkerung zu verschulden. Der Staat erbringt dieses Opfer aber gerne und vollkommen bewusst, denn wie der Finanzminister argumentierte, wandert das Geld in diesem Fall nur von einer Tasche in die andere Tasche, nicht jedoch ins Ausland ab. Der Gerechtigkeit halber sei angemerkt, dass die Planung natürlich den globalen Trend zu allmählich steigenden Zinsen nicht außer Acht gelassen hat. Wegen des steigenden Anteils der bei der Bevölkerung geparkten Staatsanleihen kalkuliert der Staat jedoch mit Ertragsausschüttungen von 340 Mrd. Forint an die eigene Bevölkerung – dieser Posten hat sich binnen zwei Jahren nahezu verdoppelt!

Die Devisenschulden sollen nach Informationen des scheidenden ÁKK-Generaldirektors György Barcza bis Ende 2025 auf drei Prozent gesenkt sein. Das ist nicht deckungsgleich mit dem ungarischen Anteil an der Schuldenfinanzierung, denn Ausländer halten schon heute rund 4.000 Mrd. Forint ungarischer Schulden, die freilich in Forint denominiert sind. Die neue „Super-Anleihe“ hält auch für Ausländer weitere Möglichkeiten bereit. Denn sie richtet sich ausdrücklich an inländische und ausländische Privatpersonen, die juristisch in natürliche Personen im Status von Deviseninländern und Devisenausländern unterschieden werden können. Ausschlaggebend ist dabei, dass diese Unterscheidung im Falle von MÁP+ keine Relevanz besitzt.

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