Die beste Lösung für Ungarn hinsichtlich des Ausbaus der Infrastruktur des 5G-Netzes sei das gemischte Modell von Staat und Marktakteuren in verschiedenen Bereichen. Voraussichtlich im Juli werde die 5G-Strategie stehen. Die ersten 5G-Services könnten bereits im III. Quartal in der 26 GHz-Frequenz starten, der Zugriff zu innovativen Leistungen in Industrieobjekten werde nach 2020 möglich sein. Das Innovationsministerium habe bereits umfassende Konsultationen mit den Marktakteuren aufgenommen. Zudem müsse ein einheitliches Registrierungssystem eingeführt werden, um den Ausbau von 5G koordinieren zu können, sagte Palkovics.

5GK soll die Bereiche bestimmen, in denen der Staat die Entwicklung der Technologie unterstützen kann, als Beispiel nannte der Minister autonom fahrende Autos. Weiterhin soll ein Regierungsbeauftragter für die Koordinierung der 5G-Entwicklungen ernannt werden. Die staatliche NISZ Zrt. informierte, dass noch in diesem Jahr der Verkauf von insgesamt 600 MHz Frequenzen in den Frequenzbandbreiten von 700 MHz, 2100 MHz, 2600 MHz und 3600 MHz erfolgt.

An der Arbeit der vor zwei Jahren gegründeten 5GK beteiligen sich in fünf Arbeitsgruppen 155 Experten, die Anzahl der Mitgliedsorganisationen ist derweil auf 73 angestiegen, informierte ihr fachlicher Leiter Ákos Mácz. Am Dienstag wurden die Mitglieder des neuen Präsidiums gewählt: Die Regierung wird von László Palkovics, die Telekommunikationsbranche von Gergő J. Budai, stellvertretender Generaldirektor von Vodafone, die Systemlieferanten von Roland Jakab, Regionaldirektor bei Ericsson, die Informatikbranche von Gellért Jászai, Vorstandsvorsitzender der 4iG Nyrt., der Wissenschaftsbereich von László Jakab, Dekan der BME, die Fachorganisationen von Gabriella Kövesi, Vorsitzende des Abstimmungsrates der Telekommunikation (HÉT), und die Kammern von László Parragh, Präsident der Ungarischen Industrie- und Handelskammer (MKIK), vertreten.

Vodafone gab auf der Konferenz mit einer ferngesteuerten 5G-Demo einen Einblick in die Zukunft, u. a. gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Automatisierung und Angewandte Informatik der TU Budapest mit einem verkleinerten Audi Q7.

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