Wer von der Matthiaskirche aus in Richtung Nordwesten spaziert, findet sich schon bald auf der Fortuna utca wieder. Sollte einem dabei zufälligerweise der Magen knurren, so hält diese enge Gasse tatsächlich einige Glücksfälle bereit. Denn wie Perlen auf einer Schnur reiht sich hier ein Restaurant an das andere. Eines von ihnen: das Pest-Buda Bistro. Tatsächlich ist es die lauschige Straßenterrasse dieses auf ungarische Küche spezialisierten Lokals, die dem Spaziergänger als erstes begegnet. Das eigentlich Bistro liegt hingegen noch einige Meter weiter in einem denkmalgeschützten Gebäude, das ehemals Budas ältestes Hotel beherbergte.

Hinter den Fassaden, im Inneren, setzt sich das historische Appeal fort. Auf geschickte Weise spielt das Pest-Buda mit verschiedensten Stilelementen, mischt moderne Eleganz mit dem urigen Ambiente von Omas Landhauswohnzimmer. Auf den ersten Blick dominieren mit dem Boden, den Tischen und einigen Schränken dunkel gebeizte Hölzer, deren Kontrastprogramm die rot-weiße Motivtapete sowie die gemütliche schwarze Ledersitzbank des Lokals bilden. Details wie die rot-weiß-karierten Stoffservietten, mit denen jeder Tisch gedeckt ist, erinnern an den rustikalen Charme ungarischer Csárdas.

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Klassiker aus Omas Küche

Das Pest-Buda Bistro wurde 2011 als drittes Restaurant der heute mit einem Dutzend Lokalen in Budapest vertretenen Zsidai-Gastrogruppe eröffnet. Im Portfolio des Familienunternehmens ist es das wohl „ungarischste“ Lokal mit einem Menü, das alle Klassiker der hiesigen Küche abdeckt. „Unseren ausländischen Gästen erklären wir, dass sie hier Gerichte probieren können, wie man sie sonst in Ungarn aus Omas Küche kennt“, erklärt Zsófia Máté, Marketing-Managerin der Zsidai-Gastrogruppe. Anders als die meisten ungarischen „Nagymamas“ arbeitet das Pest-Buda allerdings mit modernster Küchentechnologie, was die etwas zeitgemäßeren Interpretationen der ungarischen Rezepte auch für ein einheimisches Publikum interessant machen dürften.

Zu den Highlights der Speisekarte gehören das hausgemachte Entenleberpaté, das neben einem Brios auch von Rhabarber und Zwiebelmarmelade begleitet wird, sowie das Welspaprikasch. Letzteres lässt einen schon mal von Balaton-Feeling und Strandsaison träumen. Eine besondere Empfehlung ist neben dem zwar einfachen, aber eben auch einfach leckeren Túrós csusza – deftige Quarknudeln durchmischt mit gebratenem Speck – die hausgemachte Tokajer Bratwurst. Diese kommt gleich im Doppelpack und ist insbesondere mit etwas scharfem Senf ein Genuss. Serviert werden viele der Gerichte übrigens, ebenfalls ganz wie bei Oma, im rot-weißen Emaille-Geschirr.

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Eine wahre Spezialität des Hauses und sonst eher selten in gehobenen Bistros zu finden, sind die Kényerlángos, eine Art ungarischer Flammkuchen belegt mit wahlweise Paprika und Pilzen, Tejföl, Speck und Zwiebeln, Tomaten und Bauernschinken oder Tomaten und Schafskäse.

Auch bei der Weinauswahl geht es im Pest-Buda geziemt ungarisch zu. Hier stehen ausschließlich edle Tropfen aus dem Land der Magyaren auf der Karte. Darunter etwa Rotweine aus dem Hause Sauska und St. Andrea, ein Rosé aus der am Südufer des Balatons gelegenen Weinkellerei Konyári sowie Weiß- und Schaumweine der Marke Kreinbacher.

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Fazit

Ob man nun die ungarische Küche erst noch erkunden möchte oder sie schon kennen und lieben gelernt hat, das Pest-Buda ist in beiden Fällen ein guter Tipp. Das Genießer-Lokal glänzt durch eine gemütliche Atmosphäre, freundlichen Service sowie eine erstklassige Speisen- und Weinauswahl. Im Hinblick auf den hoffentlich bald Einzug haltenden Sommer bietet es außerdem eine der schönsten Straßenterrassen des Budaer Burgviertels mit Schatten spendenden Bäumen und einem unverstellten Blick auf den Szentháromság tér und die monumentale Matthiaskirche. Besonders am Sonntag zum Familienlunch kann man hier herrlich die Seele baumeln lassen.

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Pest-Buda Bistro & Hotel

Budapest, I. Bezirk, Fortuna utca 3

Öffnungszeiten Bistro: täglich 7 bis 23 Uhr

Reservierungen unter +36-1225-0377

Weitere Informationen finden Sie auf www.pest-buda.com


Preise

Vorspeisen und Suppen: 1.980 bis 3.840 Forint

Hauptgerichte: 3.140 bis 7.460 Forint

Beilagen und Saucen: 360 bis 1.120 Forint

Desserts: 1.380 bis 2.240 Forint


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Pest-Buda Hotel

Seit 2016 betreibt die Familie Zsidai im Gebäude des Pest-Buda auch ein Boutique-Hotel. Mit gerade einmal zehn Räumen verfügt dieses zwar nicht über eine große Kapazität für Gäste, dafür setzt es aber auf besondere Qualität. Vor allem mit seinem Design möchte sich das kleine Hotel im Luxussegment von anderen Übernachtungsangeboten in Budapest abheben. Obwohl individuell gestaltet, ist den Zimmern doch eines gemein: In ihrem Interieur vereinen sich urbane Eleganz mit einem Schuss Retro. So mixt das Hotel etwa Vintagestücke und modernes Mobiliar. Zeitgenössische Kunstwerke zieren die Wände. Während eines Aufenthaltes muss man auf keinerlei Annehmlichkeiten verzichten: alle Zimmer sind mit einer Regenwalddusche, Toilettenartikel der Marke L’Occitane und einem Minikühlschrank der Retromarke Smeg ausgestattet. Im Übernachtungspreis inbegriffen ist ein Frühstück im hauseigenen Bistro.

Neben den zehn Räumen werden auch drei Luxusferienwohnungen zwischen 53 und 79 Quadratmetern zur kurzfristigen Miete angeboten. Mit seiner ruhigen, aber doch zentralen Lage in einem der touristischen Hotspots der ungarischen Hauptstadt lockt das Pest-Buda Hotel insbesondere Geschäftsreisende, Paare und Familien an, die einen Fokus auf individuelles, stilvolles Reisen legen und dafür auch gerne ein paar Forint mehr auf den Tisch legen.

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