In ihrer Eröffnungsrede ließ die Vorstandsvorsitzende zunächst die Geschichte der ÉMÁSZ kurz Revue passieren: Angefangen von der Gründung der ÉMÁSZ-Vorgängerin im Jahre 1894, über die ÉMÁSZ-Gründung 1952 und den Einstieg der deutschen Energiefirmen RWE und EnBW bis in die Gegenwart. Dabei würdigte sie mehrfach die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den Kommunen, insbesondere mit der Stadt Miskolc. Außerdem wies sie auf die große Bedeutung der ÉMÁSZ für die wirtschaftliche Entwicklung, aber auch die Digitalisierung in ihrem Versorgungsgebiet hin. „Die Versorgungssicherheit war noch nie so gut wie heute“, unterstrich sie mit Verweis auf entsprechende Messwerte.


Pole Position bei E-Mobility

Zur Sprache kam ihrer Rede auch das Thema E-Mobility, das sie schon seit Jahren forciert. Heute würde die Gruppe in ihrem Versorgungsgebiet Ladestationen mit rund 150 Anschlusspunkten in Eigenregie betreiben. Über 300 weitere Anschlusspunkte seien bereits an Kunden verkauft worden. „Wir wollen unsere Pole Position auf diesem Gebiet auf jeden Fall behalten“, kündigte sie an. Derzeit arbeite die Gruppe an der Entwicklung eines Carports, in dem parkende Fahrzeuge Strom laden können, der aus Solarzellen stammt, die auf dem Dach des Carports angebracht sind.

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Podiumsdiskussion zu aktuellen Fragender Energiewirtschaft: ELMŰ-ÉMÁSZ-KommunikationsdirektorNorbert Boross, Staatssekretär Péter Kaderják, ELMŰ-ÉMÁSZ-CEO Marie-Theres Thiell, Unterstaatssekretär Attila Steiner und Vize-Bürgermeister Péter Pfliegler. (Foto: ÉMÁSZ)


Weiterhin lobte Frau Thiell die Zusammenarbeit mit der Miskolcer Uni. Bezüglich der Personalentwicklung erwähnte sie das in diesem Jahr eröffnete Berufsbildungszentrum, aber auch den vor kurzem erfolgten abermaligen Erwerb des DUIHK-Zertifikats „Verlässlicher Arbeitgeber“. Die Verantwortung gegenüber der Region offenbare sich auch darin, dass das Unternehmen viele Anstrengungen unternehme, um die optische Verschandelung der Landschaft zu minimieren oder gar zu verringern, indem Stromleitungen unter die Erde gelegt werden. Außerdem werde viel für den Vogelschutz getan.


Flexible Anpassung an die steigende Nachfrage

Ákos Kriza, der Bürgermeister von Miskolc, würdigte in seiner Ansprache die „effiziente Zusammenarbeit“ mit der Gruppe. „Die ÉMÁSZ ist in der Lage, sich flexibel an die ständig wachsende Nachfrage unserer prosperierenden Stadt anzupassen.“ Nicht zuletzt dank der ÉMÁSZ sei seine Stadt heute mit Blick auf die Verwendung von Energie aus regenerativen Quellen innerhalb Ungarns an der Spitze.

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Staatssekretär Péter Kaderják im Gespräch mit ELMŰ-ÉMÁSZ-CEO Marie-Theres Thiell. (Fotos: MTI / János Vajda)


Péter Kaderják, Staatssekretär für Energiewesen und Klimapolitik im Ministerium für Innovation und Technologie, nutzte die Gelegenheit, um unter anderem darauf hinzuweisen, dass Ungarn heute dank der Anstrengungen der Regierung innerhalb Europas zu den Ländern mit den niedrigsten Energiepreisen gehöre. Attila Steiner, stellvertretender Staatssekretär für Europafragen, wies wiederum auf vorhandene EU-Programme zur Unterstützung von Investitionen im Energiewesen hin.


Geburtstagsgeschenk für die Stadt

Die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der Stadt Miskolc wurde aber nicht nur in den Festtagsreden deutlich, sondern unter anderem auch durch die Wahl der Ortes. So erteilte die Stadtführung die Zustimmung dafür, dass die ÉMÁSZ den zentralen Szent István tér, direkt gegenüber dem Rathaus als Ort für ihre große Jubiläumsveranstaltung nutzen konnte. Außer eine Bühne errichtete die Energiefirma hier auch eine sogenannte Customer Arena mit etwa zehn großen Ständen, an denen die ELMŰ-ÉMÁSZ-Gruppe eine Fülle an nützlichen Innovationen rund um das Thema Strom anschaulich präsentierte. Diese beeindruckende Leistungsschau war bereits im vergangenen Jahr im Rahmen der ELMŰ-Jubiläums entwickelt worden und stand nun in leicht aktualisierter Form dem interessierten Miskolcer Publikum zur Verfügung.

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Foto: : BZT / Jan Mainka


Während die Messestände nach der Feier wieder abgebaut wurden, übergab die ELMŰ-ÉMÁSZ-Gruppe der Stadt aber auch eine bleibende Erinnerung an diesen besonderen Tag. Als ein Programmpunkt der Geburtstagsfeier wurde auf einem nahegelegenen Platz eine smarte Beleuchtungssäule übergeben. Diese ist so smart, dass sie den Passanten nicht nur Licht, sondern auch Strom und Wifi spendet. Soviel Wifi, dass bei der Eröffnung viele Partygäste der Aufforderung nachkommen und sich gleichzeitig erfolgreich einloggen konnten. Und soviel Strom, dass damit über USB-Anschlüsse nicht nicht nur einige Mobiltelefone zum Laden angeschlossen werden konnten, sondern auch noch das Kühlaggregat eines kleinen Eiswagens. Praktisch, dass man das von der Vorstandsvorsitzenden persönlich verteilten Eis, dank einer Sitzfläche unterhalb der Säule sogleich bequem im Sitzen schlecken konnte, während man gleichzeitig sein Handy mit etwas Strom erfrischte.
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