Da auch Schatzmeister Friedhelm Ost und Geschäftsführer Theo Zens nicht mehr antraten, kam es im Präsidium zu einem geplanten Generationenwechsel. In seiner Eröffnungsrede dankte Peter Spary den vielen Mitgliedern der Gesellschaft, die ihn stets ermuntert hätten, nach vorne zu blicken. Er konnte sich zugleich mit einer beeindruckenden Abschlussbilanz verabschieden. In den 19 Monaten seiner letzten Amtszeit hatte die DUG insgesamt 32 Veranstaltungen durchgeführt, davon 16 in Bonn und 11 Berlin. Höhepunkt war wie in den Vorjahren die Verleihung des Agrarforschungspreises in der Akademie der Wissenschaften in Budapest.


„Außerordentliches Engagement für die Deutsch-Ungarische Freundschaft“

Anschließend würdigten Dr. Christoph Konrad und Generalkonsul Balázs Szegner (ungarisches Generalkonsulat Düsseldorf) die Arbeit von Spary und dessen außerordentliches Engagement für die Deutsch-Ungarische Freundschaft. Bereits im Vorfeld hatte sich das Präsidium Gedanken über mögliche Neubesetzungen gemacht, sodass es keine Vakanzen im neuen Leitungsteam geben würde.

Als neuer Präsident wurde der ehemalige Vizepräsident des Landtages von NRW, Dr. Gerhard Papke, gewählt, der bereits seit einem Jahr das Amt des Vizepräsidenten der Gesellschaft innehat. Als Vizepräsidentin in ihrem Amt bestätigt wurde Dr. Rita Bajaky. Neu im Präsidium als Vizepräsidentin ist Annamaria Friedrich-Ireghy. Dr. Günter Lemmer als Schatzmeister und Stefan Fassbender als Geschäftsführer komplettieren das Präsidium.


Papke: „Mehr Sachlichkeit und Fairness bei der Bewertung der ungarischen Politik“

Als erste Amtshandlung schlug Dr. Gerhard Papke der Mitgliederversammlung vor, den bisherigen Präsidenten Dr. Peter Spary zum Ehrenpräsidenten zu wählen. Die Versammlung folgte diesem Vorschlag einstimmig. Inhaltlich rief Papke zu mehr Sachlichkeit und Fairness bei der Bewertung der ungarischen Politik auf: „Die Ungarn haben vor 30 Jahren als erste ein Loch in den Eisernen Vorhang geschnitten. Sie sind ein zutiefst freiheitsliebendes, proeuropäisches Volk, dem wir Deutschen viel zu verdanken haben. Wir sollten ihre Stimme ernst nehmen und genauer zuhören, statt vorschnell zu urteilen.“ Die DUG wolle gerade in herausfordernden Zeiten des deutsch-ungarischen Verhältnisses ein Forum für den gemeinsamen Gesprächsprozess sein.

Anschließend bemerkte Dr. Arne Gobert, Vorsitzender des Deutschen Wirtschaftsclubs Ungarn, dass es in anderen Ländern Europas durchaus als Problem aufgefasst wird, wenn Deutschland diesen Ländern erklärt, wie diese zu funktionieren haben. Sodann erwähnte er einige Fakten, die in der bundesdeutschen Ungarn-Berichterstattung kaum oder gar nicht vorkommen, unter anderem dass derzeit in Ungarn mehr als 6.000 Menschen aus Krisengebieten in aller Welt auf Kosten der ungarischen Regierung studieren. Außerdem habe die ungarische Regierung ein umfangreiches Programm in die Wege geleitet, um die CO2-Emissionen zu reduzieren. 2018 seien so viele ausländische Investitionen nach Ungarn geflossen wie noch nie zuvor.

Konversation

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