Zur Initiative „Netzwerk Digital“ schlossen sich Anfang des Jahres die Deutsch-Ungarische Industrie- und Handelskammer, der Deutsche Wirtschaftsclub Ungarn, die SwissCham, die Österreichische Handelsvertretung und das Austro-Hungarian Business Council zusammen. Unterstützt werden sie unter anderem von den Botschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, vom ungarischen Ministerium für Innovation und Technologie sowie von diversen in Ungarn ansässigen Bildungs- und Forschungseinrichtungen.


Praxisorientierte Lösungen

„Netzwerk Digital“ verfolgt das Ziel, den Unternehmen mit praxisorientierten Lösungen und Erfahrungen bei der geschäftlichen Anwendung der Digitalisierung unter die Arme zu greifen. Es will sie dabei unterstützen, ihre Geschäftsmodelle und Abläufe auf die Herausforderungen der Digitalisierung vorzubereiten. So soll die Wettbewerbsfähigkeit dieser Unternehmen und damit auch des Standortes Ungarn gestärkt werden. Insgesamt will das Netzwerk die Digitalisierung in den deutschsprachigen Unternehmen in Ungarn durch die Vermittlung praxisnaher Beispiele vorantreiben.

Laut den Gründern sei dabei der oberste Grundsatz, die Wissensvermittlung „Von Praktikern für Praktiker“ zu organisieren. Anstelle von abstrakten akademischen Vorträgen und Lektionen, soll die Vermittlung praktischer Kenntnisse sowie der Austausch von Erfahrungen und Best-Practice-Lösungen im Vordergrund stehen. Inhalte sollen für die unternehmerische Praxis konkretisiert werden.


Unterzeichnung des Memorandums zum „Netzwerk Digital“

All diese Punkte sind in einem Memorandum festgehalten. Bevor es zu seiner Unterzeichnung kam, erinnerte Dr. Marie-Theres Thiell, Vorstandsvorsitzende der ELMŰ/ÉMÁSZ-Gruppe, Vizepräsidentin der DUIHK und eine wesentliche Initiatorin des Netzwerks, an seinen Start und seine ersten Aktionen. Heute gehe es darum, die Regeln der Zusammenarbeit festzulegen. „Unsere Initiative wird weiter wachsen“, so die Vizepräsidentin zuversichtlich. Als besondere Stärke des Netzwerks hob sie die Vielfalt der verschiedenen Partnerorganisationen und Unterstützer hervor.

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Gründer und Unterstützer des Netzwerk Digital: Dirk Wölfer (DUIHK), Gabriel A.Brennauer (DUIHK), István Béres (SwissCham), Júlia Lipovecz (SwissCham),Frank Spengler (Konrad Adenauer Stiftung Budapest), Renáta Fixl (Hanns Seidel Stiftung),Dale A. Martin (DUIHK), Dr. László Monostori (MTA Sztaki, EPIC Innolabs Kft., UngarischePlatform Industrie 4.0), Dr. Marie-Theres Thiell (DUIHK), Dr. Arne Gobert (DWC), Mag. UlrikeKöhler, (Österreichischen Botschaft), Jürgen Schreder (Advantage Austria/WirtschaftskammerÖsterreich), Klaus Streicher (Deutsche Botschaft), Dr. Györgyi Germán(Fernuniversität Hagen in Budapest), István Kocsis (Schweizerische Botschaft), Dr. László Vajta (TU Budapest) und Dr. Ákos Domahidi (Andrássy Universität Budapest). (Fotos: DUIHK)


Sodann kam es durch die fünf Gründer zur Unterzeichnung des Memorandums. Die Unterzeichner wollen zukünftig gemeinsame Veranstaltungen organisieren, welche sich stark an der Praxisrelevanz für die unternehmerische Digitalisierung ausrichten sollen. Konkret geplant sind in den kommenden Monaten Firmenpräsentationen zur Digitalisierung von Lieferantenketten im Handel und in der Produktion und zum elektronischen Work-Flow-Management bei Einkaufsprozessen.

Außerdem ist eine internationale Veranstaltungen geplant, die sich mit dem e-Government in Ungarn, Österreich und Deutschland beschäftigen wird. Im Gespräch ist auch, die estländische Staatspräsidentin Kersti Kaljulaid im Rahmen der Veranstaltung „Digitalk“ als Rednerin nach Budapest einzuladen. Denn Estland ist das europäische Vorbild in Sachen Digitalisierung. In dem baltischen Staat steht nahezu flächendeckend WLAN zur Verfügung, rund 99 Prozent aller amtlichen Vorgänge können via Internet abgewickelt werden. Dinge, von denen man in anderen EU-Staaten noch träumt, sind im Digital-Benchmarkland Estland schon längst Realität.


Aktuelle Informationen zum „Netzwerk Digital“ und zu Digitalisierungsthemen finden Sie auf der Webseite www.netzwerkdigital.hu, die in Kürze online gehen wird.

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