Die Anlage liefert elektrische Energie an den ortsansässigen Reifenhersteller APOLLO TYRES sowie an SIAD, wo technische Gase produziert werden. Das Umspannwerk kann zukünftig auch weitere Kunden versorgen und Strom aus Photovoltaikanlagen aufnehmen. Parallel zum rapiden Wirtschaftswachstum steigt der Energieverbrauch in Ungarn an. Experten gehen davon aus, dass sich der Strombedarf über anderthalb Jahrzehnte hinweg um jährlich 0,6-1% erhöhen wird.

„Mit Investitionen in Höhe von 30-40 Mrd. Forint und mehr als 2.500 Investitionsprojekten Jahr für Jahr leistet ELMŰ-ÉMÁSZ einen wichtigen Beitrag für den wirtschaftlichen Aufschwung Ungarns“, erklärte Franz Retzer (2.v.r.), Mitglied des Vorstands von ELMŰ-ÉMÁSZ, bei der feierlichen Übergabe des Umspannwerks. Das neue technische Objekt gewährleistet nunmehr betriebssicher die Mittelspannungsversorgung (20 kV) von APOLLO Tyres und die Hochspannungsversorgung (120 kV) des Standortes von SIAD, darüber hinaus ermöglicht es den Anschluss weiterer Kunden. Außerdem unterstützt das Umspannwerk die Einspeisung und Verteilung von Strom aus PV-Anlagen und damit die Umstellung auf eine schadstofffreie Stromerzeugung in Ungarn.

Der Geschäftsführer der Elmű-Émász Hálózati Kft., József Béres (l.), sprach von enormen Herausforderungen bei der Realisierung des Projekts, dessen Planungs- und Baufristen sehr knapp bemessen waren. Besonderen technischen Aufwand bedeutete die Kreuzung der Autobahn M3 und der das Umspannwerk einspeisenden Hochspannungsfernleitung. Die Elmű-Émász-Unternehmensgruppe sieht auch in der Zukunft ähnliche Projekte vor, um das Wachstum der Wirtschaft Ungarns den Anforderungen des 21. Jahrhunderts entsprechend unterstützen zu können.

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