Huawei werde nicht überall mit offenen Armen empfangen, wenn es sich um den 5G-Netzausbau handelt. So tun die USA alles dafür, Huawei-Produkte zu verbieten, und wollen auch andere Länder in diese Richtung drängen. Varga betonte jedoch, dass die ungarische Wirtschaft Huawei das entsprechende Umfeld biete: Das Unternehmen ist der zweitgrößte chinesische Investor im Land und strategischer Partner. Die Regierung setze auch weiterhin auf das Wissen des Unternehmens. James Lee bedankte sich für das korrekte Geschäftsumfeld in Ungarn sowie die rationale Behandlung der Entwicklungsprojekte von Huawei in Ungarn.

Das Unternehmen beschäftigt in Ungarn mehr als 2.000 Mitarbeiter, es betreibt außerhalb von China hierzulande sein größtes Produktions- und Logistikzentrum. Im Europäischen Verteilerzentrum von Huawei erfolgt bereits die Umstellung auf Industrie 4.0. Dank der IT-Lösungen und Geräte von Huawei Technologies nutzen bereits knapp 80% der Ungarn Produkte des Unternehmens für ihre Kommunikation bzw. das Internet. 2018 wies Huawei Technologies Hungary Umsatzerlöse von fast 80 Mrd. Forint aus – ein Plus von mehr als 40% zum Vorjahr. Huawei trägt aufgrund einer früheren Vereinbarung zudem zu der Zielsetzung der Regierung bei, bis 2025 ungefähr 90% der Privathaushalte ans Highspeed-Internet anzuschließen.

Varga und Lee waren sich bei dem Treffen einig, dass der digitale Wandel nicht nur Möglichkeiten bietet, sondern auch gesellschaftliche, wirtschaftliche und Sicherheitsherausforderungen in sich birgt, auf die sich die nationalen Regierungen vorbereiten müssen.

Konversation

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