In diesem Jahr soll dabei der Balkan im Vordergrund stehen. Durch mehr als ein Dutzend verschiedene Programmpunkte sollen Besucher die kulturelle Vielfalt der Region kennenlernen können. Es werden nicht nur musikalische Traditionen präsentiert, sondern auch Tänze, Handwerk und Gastronomie des südosteuropäischen Raums vorgestellt. Besucher können in unterschiedlichsten Workshops beispielsweise den kroatischen Reigentanz Kolo erlernen, traditionelle Lebkuchen gestalten und Eier bemalen oder mehr über das bulgarische Teppichknüpfen und bosnische Stickereien erfahren. Auch Märchen, Schattentheater und rhythmische Trommelmusik versprechen einen lebhaften Eindruck in die balkanische Lebensart.


Auftakt mit Búsó-Umzug

Neben Traditionen aus dem Balkan hat auch ungarisches Kulturerbe beim PONT Fesztivál seinen Platz. Den Auftakt der mehrtägigen Veranstaltung macht am Vortag des Festivals, am 12. April, ein ungarischer Straßenumzug der besonderen Art. Gehörnte, pelzige Gestalten, die sogenannten Búsós, werden ab 17 Uhr die Gegend rund um den Burggarten-Basar unsicher machen. Die verkleideten Gesellen kennt man sonst eher vom Karneval im südungarischen Mohács, der inzwischen zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe gehört (siehe dazu auch BZ Magazin Nr. 10/2019).

Im Rahmend des Festivals ist auch eine Ausstellung zu sehen, die originale Masken, Kostüme, Instrumente und Fotografien des alljährlich stattfindenden Spektakels zeigt. In einer Bastelstube können Kinder sogar Búsó-Masken anfertigen.

Darüber hinaus begrüßt Musiker Vilmos Gryllus den Frühling mit seinen ungarischen Liedern und Märchen.

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Vilmos Gryllus, der Vater der ungarischen Kinderlieder, dürfte mit seinen Singstunden vor allem kleine Besucher erfreuen.

Exklusive Konzerte

Während beide Festivaltage zwischen 11 und 18 Uhr mit kostenlosen Familienprogrammen, Ausstellungen, Kinderkonzerten und Workshops gefüllt sind, sind die Abende für exklusive Konzerte reserviert. Am Abend des 13. April ab 19 Uhr entführt ein albanischer Männerchor in die Welt der Iso-Polyphonie, einem folkloristischen Gesangsstil, der in der historischen Region Epirus im südlichen Albanien praktiziert wird. Ab 20.30 Uhr versprechen die Musiker Ágnes Herczku, Szilvia Bognár und Nikola Parov eine musikalische Darbietung im Stile archaischer bulgarischer Volksmusik.

Den Sonntagabend bestreiten ab 19.30 Uhr der weltbekannte ungarische Cimbalom-Spieler Kálmán Balogh, begleitet durch ausgewählte Musiker, und die Volkstanzgruppe von Dezső Fitos. Gemeinsam stellen sie gleich zwei einzigartige Kulturpraktiken aus dem rumänischen Raum vor: den Musikstil Doina und den Kaluser-Tanz.


Mehr Sichtbarkeit für Kulturerbe

Veranstaltet wird das PONT Fesztivál in Kooperation des Budapester Frühlingsfestivals mit dem Konzert- und Festivalveranstalter Hangvető, der auch andere Großveranstaltungen wie Budapest Ritmo, WOMEX 15 und das Budapester A-Capella-Festival ausrichtet. Den Organisatoren geht es nach eigenen Aussagen darum, dem Reichtum des durch die UNESCO geschützten immateriellen Kulturerbes mehr Sichtbarkeit zu verschaffen.

Als Veranstaltungsort dient dem PONT Fesztivál der Budaer Burggarten-Basar. Während sich das morgendliche sowie einige ganztägige Programme in den denkmalgeschützten Außenanlagen unter dem Burgberg abspielen werden, sollen nachmittägliche Events sowie abendliche Konzerte im zwischen 2011 und 2014 erneuerten Hauptgebäude des Burggarten-Basars stattfinden.


PONT Fesztivál

Dauer: 13. bis 14. April 2019

Veranstaltungsort: Burggarten-Basar

Budapest, I. Bezirk, Ybl Miklós tér 2-6

Weitere Informationen und das vollständige Programm finden Sie unter http://pontfesztival.hu

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