Die Direktorin der Österreichischen Schule Budapest, Margot Wieser, hatte die Idee zur Spendenaktion, die von den drei Institutionen des Österreichischen Bildungszentrums gemeinsam durchgeführt wurde. „Die Kinder haben, unterstützt von Eltern und Lehrern, fleißig gesammelt, sodass unsere Container randvoll waren“, erklärte Wieser im Rahmen der Spendenübergabe. Insgesamt sei bei der Altpapiersammlung eine Summe von 60.000 Forint zusammengekommen, die vom Austro Hungarian Business Council und der VNT Automotive auf 200.000 Forint aufgestockt wurde.

Margot Wieser bedankte sich im Namen ihrer Kolleginnen Evelin Stanzer, Direktorin der Europaschule, und Rita Rezsdovics, Leiterin des österreichisch-ungarischen Kindergartens, bei den beteiligten Organisationen und insbesondere bei den engagierten Kindern und Jugendlichen. Nach der offiziellen Veranstaltung betonten die Direktorinnen im Gespräch mit der Budapester Zeitung, dass schon die Jüngsten bei der Aktion ein vorbildliches Engagement gezeigt und ein beachtliches Bewusstsein für soziale Projekte bewiesen hätten. Stellvertretend für die Unterstützer aus der Wirtschaft war Othmar Michl, Präsident des Austro Hungarian Business Council, vor Ort, um die Spendenübergabe zu begleiten.

Spende wird für Betreuung verwendet

Die Kommunikationsleiterin der SOS-Kinderdörfer in Ungarn, Ágnes Romet-Balla, war ebenfalls ins Österreichische Bildungszentrum gekommen, um den Spendenscheck persönlich entgegenzunehmen und den Schülern die Situation der Kinder in ihrer Einrichtung zu erklären. In einem interaktiven Vortrag, bei dem auch nachgefragt werden durfte, schilderte sie die Probleme der SOS-Kinderdörfer und die Bedürfnisse ihrer Bewohner: „Alle Kinder hatten zuvor Schwierigkeiten in ihren Familien und wurden in den ihnen zustehenden Menschenrechten eingeschränkt. In den Unterkünften der SOS-Kinderdörfer finden sie Zuflucht und bekommen psychologische Hilfe, um ihre Vergangenheit zu verarbeiten.“ Romet-Balla zeigte zudem einen kurzen Film über die Arbeit in den SOS-Kinderdörfern.

Im Gespräch mit der Budapester Zeitung sagte die Kommunikationsleiterin der NGO: „Zu einem großen Teil sollen die Spenden des Österreichischen Bildungszentrums für Gehälter verwendet werden. Die Kinder bei uns brauchen viel Betreuung. Wir haben Gasteltern, Pädagogen, Betreuer, Psychologen und natürlich Manager. Alle diese Menschen brauchen auch Geld zum Leben. Spenden werden bei uns deshalb immer an allen Ecken gebraucht. Wir sind den Schulen sehr dankbar.“

Das Österreichische Bildungszentrum plant in Zukunft weitere Projekte, um Einrichtungen wie die SOS-Kinderdörfer zu unterstützen. „Es ist geplant, nochmal Altpapier zu sammeln und den Erlös einem sozialen Projekt zu spenden. Die Wahl des Projekts erfolgt in Absprache mit den Kindern. Wir erwägen auch weitere Aktionen. Unsere Vorhaben sind noch nicht konkret, weshalb wir noch nichts verraten möchten“, so Wieser.

Konversation

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