Die im Zeichen der Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit erfolgende Werksentwicklung wird von der Regierung mit Förderungen von 1,6 Mrd. Forint bedacht. Die in österreichischem Eigentum befindliche Papierfabrik siedelt neue Technologien in Ungarn an, ähnlich wie Firmen, die aufgrund ihrer positiven Produktionserfahrungen auch F+E-intensive Investitionen hierzulande planen, begründete Szijjártó die staatliche Unterstützung. Um das Projekt der Hamburger Hungária Kft. standen 15 internationale Standorte im Wettbewerb, den Ungarn letztendlich für sich entscheiden konnte.

Die Werksentwicklung erhöht nicht nur die Produktionskapazitäten der Hamburger Hungária Kft., sondern stellt den wachsenden Marktbedarf zufrieden und dient gleichwohl dem Schutz der natürlichen Ressourcen, erklärte Geschäftsführer Attila Bencs (M.). Die Papierfabrik in Dunaújváros habe eine Erfolgsgeschichte geschrieben. In den 1990er Jahren gelangte sie in das Eigentum der österreichischen Prinzhorn-Gruppe, seither wird die Produktion kontinuierlich erweitert. Im Werk werden jährlich 800.000 t Wellpappen wiederverwertet. Das Mutterunternehmen investierte in den vergangenen zehn Jahren 150 Mrd. Forint in Ungarn. Dadurch konnte der Energieverbrauch um ein Drittel gesenkt werden, der Kohlendioxidausstoß fiel auf die Hälfte zurück. Nach Beendigung der jetzt angekündigten Investition möchte das Unternehmen eine neue Fertigungslinie installieren und ein Kraftwerk errichten, damit die Jahreskapazität in Dunaújváros von 700.000 t auf 1 Mio. t ansteigt.

Die Hamburger Hungária Kft. ist Mitglied der Prinzhorn-Gruppe mit Sitz in Wien. Das Mutterunternehmen mit ca. 7.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 1,6 Mrd. Euro ist seit 2014 strategischer Partner der Regierung. Die drei ungarischen Beteiligungen der Prinzhorn-Gruppe – die Hamburger Hungária Kft., Duparec Kft. und Dunapack Kft. – beschäftigen insgesamt 1.120 Mitarbeiter. Die Hamburger Hungária Kft. wies 2017 Umsatzerlöse von 285,6 Mrd. Forint sowie einen versteuerten Gewinn von 39 Mrd. Forint aus.

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