Eine lockere Stimmung herrschte bei der Jahreshauptversammlung der Wirtschaftsjunioren Ungarn (WJU). Alle Teilnehmer kannten sich und begrüßten einander freundschaftlich. Die Mitglieder der WJU sind deutschsprachig und arbeiten zu einem Großteil als Unternehmer oder in wirtschaftlichen Institutionen. Den Verein nutzen sie, um sich bei regelmäßigen Treffen und Veranstaltungen miteinander auszutauschen und Kontakte zu knüpfen, aber auch um sich gemeinsam wohltätig zu engagieren. 57 Mitglieder zählen die WJU zum aktuellen Zeitpunkt.

Erfolgreiches Jahr 2018

Zu Beginn fasste WJU-Vorstandssprecher Mario Schade (Orbán Consulting) erneut die Entwicklungen und Erfolge des vergangenen Jahres zusammen: Dass bei der letzten Hauptversammlung einige neue Gesichter in den Vorstand gewählt wurden, habe etwas mehr Schwung in die WJU gebracht.

Die Programme des letzten Jahres seien gut gelungen. Als Highlight nannte Schade die drei Firmenbesichtigungen bei IBM, Linde Gas und Kuka Robotics. Des Weiteren seien elf neue Mitglieder dazugekommen, während man nur einen Austritt zu verbuchen hatte.

Zahlreiche Stammtische in diversen Budapester Restaurants, eine Führung durch das jüdische Viertel, eine Wanderung beim Normafa, eine Kanutour und das gemeinsame Verfolgen der Fußball-Weltmeisterschaft waren im vergangenen Jahr Teil des sozialen Programmes. „2018 konnten wir erfreuliche Erfolge verbuchen“, resümierte Schade.

Spendenaktionen des letzten Jahres

Im Anschluss berichtete Michel Henss (Tresorit), Sprecher des WJU-Spendenausschusses, über die Wohltätigkeitsarbeit des Vereins. Im Jahr 2018 seien insgesamt 628.120 Forint gespendet worden. Dabei habe man bewährte Spendenprojekte fortgeführt und neue Ansätze in der Spendenausschüttung ausprobiert, so Henss. Hinsichtlich des vor zwei Jahren getroffenen Beschlusses, Projekte vermehrt langfristig zu unterstützen, seien die WJU auf einem guten Weg und hätten in den vergangenen Monaten schon viel erreicht, ergänzte Mario Schade.

#

Spenden gingen etwa in Form von Bettwäsche an das Schülerwohnheim Tapolcsányi in Buda, das 40 Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien beherbergt. Mit dem Budaörsi Menedékház verbindet die WJU bereits eine mehrjährige Partnerschaft. 2018 habe man dort zwei Autoladungen mit Kleidung und Spielzeugspenden abgeben können. Den János-Wesley-Kindergarten für Kinder aus sozial schwachen Familien im VIII. Bezirk habe der Verein 2018 durch eine Weihnachtsaktion unterstützt. Dem Sozialprojekt Műhely-Klub, das mit Waisenkindern arbeitet, spendeten die WJU Drogeriegutscheine. Wie Michel Henss betonte, gebe es noch einige weitere Projekte, die die WJU mit Spenden unterstützen.

Veränderungen für 2019

Während die WJU planen, die bestehende Förderungen im kommenden Jahr fortzusetzen, sollen Spendenaktionen für weitere Einrichtungen hinzukommen. Einer der Begünstigten könnte künftig etwa das in römisch-katholischer Trägerschaft befindliche László-Batthyány-Kinderheim sein, welches sich auf die Bedürfnisse blinder Kinder spezialisiert und einen Kindergarten sowie eine Grundschule betreibt. Hier werden Laptops für blinde Kinder benötigt, damit diese eine weiterführende Schule besuchen können. Wie der Sprecher des WJU-Spendenausschusses betonte, würden innerhalb des Vereins fortlaufend weitere Vorschläge für Spendenaktionen gesucht und diskutiert.

Eine personelle Veränderung gab es im WJU-Vorstand. Christian Suttner zog sich nach fünf Jahren aus der Vorstandsarbeit zurück, dafür wurde die gebürtige Ungarin Kinga Hetényi, Partnerin in der Anwaltskanzlei Schönherr, zum neuen Vorstandsmitglied gewählt. Weiterhin im Vorstand verbleiben Mario Schade (Orbán Consulting), Jan Jansen (IBM Hungary), Gunda-Alexandra Detmers (Universität Hamburg) und Patrick Burmeier (Wild East Travels ApS). Außerdem gab es mehrere Mitglieder, die künftig die Arbeit des Spendenausschusses unterstützen möchten. Darunter waren auch zwei Interessierte, die erst im letzten Jahr zu den WJU dazugestoßen sind.

Spannende Veranstaltungen in diesem Jahr

In diesem Jahr soll es bei den WJU erneut spannende Veranstaltungen geben. Geplant seien weitere acht Stammtische sowie Besuche bei den Firmen Deloitte, Continental und Heitz Élfurnér, so Vorstandssprecher Mario Schade. Es werde zudem einen Trainingstag mit dem Schwerpunkt „Interkulturelles Management“ mit Alumni der Wirtschaftsuniversität Wien geben. Und auch Fahrradtouren, Wandertage, Theaterabende und vieles mehr sind laut Schade in Planung.

Man wolle sich in diesem Jahr aber auch an experimentelleren Freizeitangeboten ausprobieren: Ein Besuch einer GoKart-Bahn und eines Escape-Rooms seien im Gespräch, so der Vorstandssprecher. Welche der neuen Aktivitäten durchgeführt werden, entscheide sich aber erst noch durch eine Abstimmung per E-Mail. Neben der Weihnachtsfeier und dem gemeinsamen Martinsgansessen werde 2019 auch eine Feier zum 20-jährigen Jubiläum der WJU stattfinden. Über einen passenden Veranstaltungsort müsse man aber noch diskutieren.

Die WJU freuen sich immer über neue Gesichter. „Mitglied werden, ist bei uns nicht schwer. Am besten kommt man einfach mal zu einer Veranstaltung oder einem Stammtisch. Diese werden auf unserer Facebook-Seite angekündigt oder können per E-Mail in Erfahrung gebracht werden. Als Mitglied ist jährlich ein Beitrag von 20.000 Forint zu zahlen. Das kann aber auch erst gemacht werden, wenn man ein paar Mal bei unseren Treffen dabei war“, so Patrick Burmeier aus dem Vorstand der WJU. Der nächste Stammtisch findet am 1. März statt.

Weitere Informationen und Kontaktdaten zu den Wirtschaftsjunioren Ungarn finden Sie auf www.facebook.com/WJUngarn/

Konversation

WEITERE AKTUELLE BEITRÄGE
Mercedes-Benz Kecskemét

Noch mehr Berufe in der dualen Ausbildung

Geschrieben von BZ heute

In diesem Schuljahr begannen 264 Azubis und 89 Studenten ihr Lehrjahr an der Mercedes-Benz-Akademie…

Ausflugstipp: Eger

Auf den Spuren der Osmanen

Geschrieben von Michelle Dörner

Im Norden von Ungarn befindet sich der historische Ort Eger. Eine Stadt, die nicht nur durch ihre…

16. Jameson CineFest

James Bond in Miskolc

Geschrieben von György Sándor Frenyó

Wer schon immer mal einem echten James-Bond-Darsteller wie dem australischen Schauspieler George…