Der im Jahr 2009 in die Kinos gekommene Film Avatar von James Cameron erzielte die höchsten Einnahmen in der Filmgeschichte und gilt als weltweiter Erfolg. Im Film wird das Problem der Ressourcenknappheit wie folgt thematisiert: Im Jahr 2154 werden ein Militärstützpunkt der USA und ein Forschungszentrum auf dem Mond Pandora errichtet, um sich von dort den auf der Erde knappen Rohstoff Unobtainium zu besorgen. Die auf dem Mond lebende Spezies, die Na’vi, wehrt sich jedoch gegen der Raub ihres Rohstoffes. Der Mond ist der Erde sehr ähnlich, die Atmosphäre jedoch tödlich für den Menschen. Aus diesem Grund und um mit den Bewohnern des Mondes in Kontakt zu treten, schlüpfen die anwesenden Forscher in sogenannte Avatare, die nach dem Abbild der Körper der Na’vi entwickelt wurden.

Der Film zieht die Zuschauer in den Bann und eröffnet durch den Mond Pandora eine noch nie dagewesene Welt. Die im Film verwendete Umgebung, ihre Lebewesen und die imaginäre Kultur werden in der soeben eröffneten Ausstellung präsentiert. Das gesamte Konzept wurde von GES Events, Lightstorm Entertainment und FoxNext Destinations zwei Jahre lang gemeinsam geplant. Für die Veranstaltung in Budapest wurde darüber hinaus mit der Produktionsfirma Tulipán Tündér zusammengearbeitet.

Beeindruckende Exponate

Die Ausstellung erstreckt sich über zwei Stockwerke. Im Erdgeschoss werden die Zuschauer begrüßt und es erfolgt eine Einführung in die Sprache der Na’vi. Im zweiten Raum sind Ausrüstungsgegenstände der Militärstation auf Pandora zu sehen. Außerdem ist der sogenannte Baum der Stimmen ausgestellt, der im Film den Mittelpunkt der Kultur und der Religion der Na’vi verkörpert. Der Großteil der Ausstellung befindet sich im ersten Stockwerk.

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Die Skulptur des Flugtieres Banshee wirkt lebensecht.
Bevor die Räume auf der ersten Etage betreten werden können, gibt es eine kurze Ansprache von einem Museumsmitarbeiter. Anschließend öffnet sich ein Tor und die Besucher werden in Nebelschwaden gehüllt. Es wird der Eindruck vermittelt, als ob man selbst unmittelbar aus einem Flugzeug aussteigt und Pandora betritt. Besonders beeindruckend sind die lebensechten und detailgetreuen Skulpturen der auf dem Mond lebenden Wesen und Pflanzen. Alle Räume sind in bläuliches Licht getaucht. Im Hintergrund ist leise Musik aus dem Film zu hören.

Eine Ausstellung zum Mitmachen

Die Ausstellung ist sehr innovativ und eine aktive Teilnahme ist gefragt. Als erstes bekommen die Besucher eine kleine Karte und werden in einen Raum mit verschiedenen Automaten geführt. Jeder Besucher muss seine Karte anschließend in das Gerät stecken, seinen Namen und seine E-Mail Adresse eingeben und Fragen beantworten. Durch die Fragen wird beispielsweise festgestellt, ob die Personen eher an den Technologien oder an der Sprache der fiktiven Kultur interessiert sind. So wird das Museumserlebnis auf die individuellen Interessen zugeschnitten.

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Ein Besucher probiert den Flugsimulator aus.
Die sogenannten Identifikationskarten können im Laufe der Ausstellung an anderen Stationen verwendet werden. Man kann sich selbst als Avatar kreieren und die Sprache der Na’vi ausprobieren. Die Ergebnisse können durch die angegebene E-Mail-Adresse auf sozialen Medien geteilt werden. „Die Identifikations-Karten sind dazu gedacht, das persönliche Empfinden und den individuellen Spaß zu steigern“, erklärt Lisa O’Keefe, Vorstand von GES Entertainment, im Gespräch mit der Budapester Zeitung. Natürlich müsse die Karte nicht genutzt werden - sie erhöhe in der Ausstellung den Spaßfaktor jedoch deutlich.

Darüber hinaus ist auch bei anderen Exponaten der Ausstellung ein aktiver Einsatz erwünscht. Es gibt beispielsweise Touch-Screens und einen Flugsimulator. Die größte Herausforderung der Ausstellung sei es gewesen, verrät uns Jennifer Koblosky, die stellvertretende Projektleiterin der Firma FoxNext Destinations, dreidimensionale plastische Skulpturen der Phantasie-Tiere zu erschaffen. Die Ausstellung lässt die Besucher viel über die fiktive Kultur lernen. Aber es wird auch ein Bezug zur Realität hergestellt. Es gibt immer wieder Ausstellungsstücke, die beschreiben, inwiefern die filmische Thematik von echten Gegebenheiten inspiriert wurde. Das gefährlich aussehende Flugwesen Banshee sei beispielsweise Flugdinosauriern und Libellen nachempfunden worden, so verrät die Beschriftung.

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Budapest als erster Standort in Europa

Budapest ist nach einigen Stationen in Asien der erste europäische Ausstellungsort. Eine ganze Tour durch Europa ist geplant, genaue Termine sind jedoch noch in der Abstimmung und werden bald bekannt gegeben. Auch in Bezug auf die Filme wird es eine Fortsetzung geben; insgesamt sind vier weitere Filme geplant. Die erste Fortsetzung soll im Dezember 2020 in die Kinos kommen. Die Ausstellung ist größtenteils auf Ungarisch. Die Veranstalter sind aber auch auf internationale Gäste eingerichtet. Die Automaten mit den Identifikations-Karten können auf Englisch eingestellt werden. Ein gewisser Teil der Ausstellungstexte ist ebenso auf Englisch. Gerne sind auch die Museumshelfer bereit, auf Englisch zu helfen.


Andrássy Élményközpont

1061 Budapest, Andrássy út 39

info@andrassyelmenykozpont.hu

Telefon: (+36 70) 241-7076

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 19 Uhr

Eintritt: Erwachsene: 4.800 Forint (wochentags), 5.500 Forint (Wochenende), Kinder/Studenten/Senioren ermäßigt

Weitere Informationen finden Sie unter www.avatardiscoverpandora.com


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