Während die Konjunktur sowohl in der Weltwirtschaft allgemein als auch im Besonderen in der EU abflaut, verfolgt die Orbán-Regierung die Absicht, den aktuellen Schwung zu bewahren, fügte Varga hinzu. Das Zentralamt für Statistik (KSH) geht in einer ersten Schätzung vom Donnerstagmorgen von einem Wachstum im IV. Quartal mit unbereinigt 5,0% und saisonal sowie nach Kalendertagen bereinigt von 4,8% aus. Gegenüber dem III. Quartal legte die Wirtschaft am Jahresende um 1,1% zu. Im Gesamtjahr 2018 ergab sich roh ein BIP-Zuwachs um 4,8%, bereinigt sogar von 4,9%.

Bei der Bewertung der Zahlen unterstrich der Finanzminister, dass die neuen Zahlen Erfolg und Nachhaltigkeit der Wachstumswende untermauerten. 2017 wurde ein BIP-Zuwachs um 4,1% erreicht, der nun in einer Weise übertroffen wurde, welche die meisten Prognosen Lügen straft. Stärkster Wachstumsmotor sei mittlerweile der Dienstleistungssektor, der von der sechsjährigen umfassenden Tarifvereinbarung profitiere. Dank Steuersenkungen und Lohnerhöhungen bleibe mehr Geld bei den Familien, der Wohnungsbau stärke das Baugewerbe. Der effiziente Einsatz der EU-Fördermittel und die Entwicklungsmaßnahmen der Großunternehmen ließen die Investitionen zweistellig wachsen, ergänzte Varga.


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Die MTI-Graphik zeigt die Entwicklung des BIP seit 2006 auf Jahresebene bzw. im Quartalsvergleich (Vorjahr = 100).

Was die Zukunft anbelangt, betrachte sein Ressort die Entwicklung von Inflation und Außenhandel kritisch, wie auch der Arbeitsmarkt an seine Grenzen stoßen wird. Die EU-Kommission hat ihre Wachstumsprognose für die Gemeinschaft gerade markant auf 1,3% gekürzt. Damit Ungarn auch langfristig mindestens 2 Prozentpunkte über dem EU-Durchschnitt wachsen kann, beabsichtigt die Regierung weitere Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und einen Aktionsplan zum Schutz der Wirtschaft, sagte der Finanzminister.

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