Genau das seid Ihr. Egal, wie sehr Ihr es auch bestreitet und Euch die Maske des Liberalismus und des Gutmenschen, der für die Menschenrechte kämpft, aufsetzt — egal ob mit lila Fahne oder gar einer regenbogenfarbenen - Ihr bleibt trotzdem immer Ihr selbst: Ihr könnt nur aufhetzen und zerstören.

Weil IHR alles und jeden in den Schmutz ziehen wollt, ohne auch nur einen Funken des Anstands im Leib.

Euch bedeutet weder die Heimat noch die Nation oder die Familie etwas, oder, dass jemand an Gott glaubt. Ihr verspottet die Christen, aber wir müssen jeden Sommer Eure Homoparade auf der Andrássy út tolerieren.

Ihr dürft Listen anlegen von rechten öffentlichen Personen. Ihr dürft drohen, diejenigen an Laternenpfählen aufzuhängen, die es wagen, anders zu denken als Ihr. Und wir dulden all das. Wir haben auch das Auspfeifen am Nationalfeiertag ertragen. Ebenso wie die Verunglimpfung unserer nationalen Symbole, weil wir die „Pflicht“ haben, Euch zu vergeben.

Aber wisst Ihr, jetzt ist der Punkt gekommen, an dem wir sagen: Bis hierher und nicht weiter!

Lügt nur, das scheint Euch ja im Blut zu liegen.

Wir lachen über Eure närrischen Aktionen im Parlament und über Eure Demonstrationen, die zum Regierungssturz führen sollen und in Goa-Parties am Oktogon enden. Wir lachen über die ziellos umherirrenden Horden in der Stadt und auch darüber, dass Euer Kampf gegen die Diktatur aufhört, sobald das Wetter schlechter wird. Ehrlich gesagt, überrascht es uns auch nicht mehr, dass Ihr Euch nicht einmal im Fernsehen auf intelligente Art äußern könnt. Gackert nur ruhig weiter! [Anm.d.Ü.: Anspielung auf den als Huhn verkleideten Kandidaten der Satire-Partei MKKP im April, der die festgelegte Wahlkampagnen-Zeit im öffentlichen Fernsehen für eine Gackerrede nutzte.] Es zählt nicht. Und wisst Ihr warum? Weil Ihr bedeutungslos seid.

Aber wir dulden nicht länger, dass Ihr auf Seiten der Nation stehende Journalisten beschimpft, oder verbal und sogar physisch angreift! Falls es Euren sensiblen Seelchen nicht aufgefallen sein sollte: diese Menschen kommen wegen Euch dorthin, und sie tun bloß ihre Arbeit!

Ich bin nun an einem Punkt angekommen, an dem ich wirklich genug von Euch habe! Geht doch weg, wenn es hier so schlecht ist, ich verstehe nicht, warum Ihr noch hier seid, wenn Ihr weder an Gott noch an Eure Heimat glaubt… Euer Leben wird nur von Bitterkeit regiert, und von Bösartigkeit. „Du wurdest gegen die Liebe geimpft“, schrieb der Sänger Ákos in einem seiner Lieder.

Natürlich weiß ich, dass in Euren Augen auch Ákos ein Faschist, ein Macho und ein Unterdrücker ist. Bloß warum sitzen er — und auch ich — dann noch nicht im Gefängnis? [Anm. d. Ü.: Ákos war bis 1994 Sänger der 80-er Kultband Bonanza Banzai und verfolgt seitdem eine Solokarriere als Sänger und Songschreiber mit konservativer Gesinnung.]

Und wisst Ihr, selbst wenn Ihr wegen diesem Text in der linksliberalen Presse einen weiteren Hass-Tsunami gegen mich beginnt, werde ich nicht länger stumm zusehen, wenn Ihr meine Kollegen angreift.

Wir lassen nicht noch einmal so zu, was heute mit den Mitarbeitern von Echo und HírTV passiert ist — und was auch mir während der CEU-Demonstrationen widerfahren ist.

Und noch etwas, Ihr wollt die „Mehrheit“ sein?

Akzeptiert endlich, dass Ihr in der Minderheit seid, da könnt Ihr noch so viel herumrandalieren… Ihr seid die Verlierer und bleibt es auch!

Die Autorin ist Journalistin bei der regierungsnahen Tageszeitung Magyar Idők. Der Meinungsartikel erschien am vergangenen Sonnabend auf dem konservativen Internetportal Minden Szó.

Aus dem Ungarischen von Anita Weber

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