Die Opposition hatte eine Sondersitzung des Parlaments beantragt, der Fidesz ließ über seinen Sprecher Balázs Hidvéghi jedoch bereits im Vorfeld wissen, man wolle nicht zu einem weiteren scheinheiligen Theaterstück der Opposition assistieren. Die Regierungspartei findet es abstoßend, dass nun jene außer der Reihe im Parlament zusammenkommen wollten, die jüngst noch dessen legitime Sitzung zu verhindern versuchten. Dementsprechend blieb der Sitzungssaal zu zwei Dritteln leer, die Oppositionspolitiker verlasen jedoch einen Schwur, in dem sie sich zu den Zielen des Widerstands und den fünf Forderungen bekennen.

Anschließend wurde der Schwur der vereinten Opposition – ergänzt um die außerparlamentarische Momentum-Bewegung – auf den Stufen vor dem Parlamentsgebäude wiederholt. Dann rief der MSZP-Vorsitzende Bertalan Tóth alle Bürger auf, am Samstag an der Demonstration der vereinten Opposition auf dem Heldenplatz teilzunehmen. Jene Politiker, die im Dezember vergeblich versuchten, die fünf Forderungen der Opposition im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu verlesen, erwarten weiter Antworten darauf, wie es sein könne, dass 2,5 Mio. Wähler mundtot gemacht werden. Ex-Ministerpräsident und DK-Chef Ferenc Gyurcsány sieht dort, wo die Regierung ihr eigenes Volk verrät, die Zeit für den Aufstand reif.

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