Der Staat stellt dafür Zuwendungen in Höhe von ca. 3,4 Mrd. Forint bereit. In der neuen Produktionshalle für das bestehende Miskolcer Werk von Bosch, dem führenden internationalen Zulieferer von Technologien und Dienstleistungen, sollen Arbeitsflächen für 1.200 Mitarbeiter geschaffen werden, die bislang in einem Mietobjekt untergebracht waren. Neben Kosteneinsparungen bietet die Umstrukturierung noch weitere Entwicklungsmöglichkeiten, erklärte Geschäftsführer László Fükő. Im neuen Gebäude werden zudem Büros, eine Kantine und Labore untergebracht und daneben 100 neue Parkplätze entstehen. Der Bau der neuen Halle wird voraussichtlich Ende 2019 abgeschlossen sein.

Batterien für Handwerkzeuge und eBikes

Aufgrund der herausragenden technologischen Infrastruktur, des speziellen Fachwissens und des hohen Produktionsvolumens ist die E-Werkzeugsparte der Bosch-Gruppe zum Batterie-Kompetenzzentrum avanciert. In dem Werk werden nicht nur Batterien für Handwerkzeuge, sondern auch für eBikes hergestellt.

Die Robert Bosch Power Tool Kft. wurde im November 2001 in Miskolc gegründet, sie spielt heute nicht nur innerhalb der Unternehmensgruppe, sondern auch in der Region eine bestimmende Rolle. In dem derzeit mehr als 38.000 m2 großen Werk sind ca. 2.400 Mitarbeiter beschäftigt. Die Gesellschaft wurde im Mai dieses Jahres mit dem Preis „Werk des Jahres“ in der Kategorie von Unternehmen mit Umsatzerlösen über 10 Mrd. Forint ausgezeichnet und erhielt den Titel „Beste Managementprozesse“. Die Entwicklungsbestrebungen von Bosch wurden zudem mit dem in diesem Jahr zum ersten Mal vergebenen Sonderpreis „Industrie 4.0“ anerkannt.

Szijjártó: „Praktisch Vollbeschäftigung erreicht“

„Zwischen Ungarn und der deutschen Maschinenbauindustrie bestehen traditionell hervorragende Kontakte, 29 Prozent der in Ungarn getätigten Investitionen stammen zudem von deutschen Investoren“, sagte Szijjártó. In der ungarischen Wirtschaft wurde praktisch Vollbeschäftigung erreicht, deswegen liegt der Fokus der Investitionsförderungen von jetzt an nicht mehr auf der Schaffung von Arbeitsplätzen, sondern auf Jobs mit möglichst hoher Wertschöpfung, die auch ein hohes technologisches Niveau vertreten. So wurde eine neue Kategorie geschaffen: Ab dem kommenden Jahr werden die staatlichen Förderungen danach berechnet, inwieweit die neuen Technologien die Wettbewerbsfähigkeit Ungarns und der jeweiligen Branche erhöhen, das heisst technologieintensive Investitionen werden gefördert, so wie die jetzige von Bosch.

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