Gegenwärtig sind 398 ungarische Soldaten im Kosovo stationiert, bis zum Sommer 2019 soll die Zahl der dort stationierten Soldaten um 60 aufgestockt werden. Nach dem Ablauf des gegenwärtigen italienischen KFOR-Oberbefehlshabermandats Mitte des kommenden Jahres will sich Ungarn dafür bewerben.

In Verbindung mit der Lage in Afghanistan erklärte Szijjártó, dass an erster Stelle der Tagesordnung der NATO der Kampf gegen den Terrorismus stehen muss. Ungarn sieht dabei das gemeinsame Auftreten mit den mittelasiatischen Ländern als besonders wichtig an, da in diesen Ländern zahlreiche Terrororganisationen in Schach gehalten werden müssen. Wenn dies nicht gelingt, machen sich Hunderttausende oder gar Millionen auf den Weg nach Europa. Ungarn sieht die Stabilisierung der Lage in Afghanistan als wichtig an, das ungarische Kontingent von 106 Soldaten soll deswegen um weitere 40 Soldaten ergänzt werden. Zudem steuert Ungarn jährlich 500.000 USD zur Unterstützung der afghanischen Schutzkräfte bei; diese Verpflichtung wurde nun bis 2024 verlängert.

Die NATO-Mitgliedsstaaten sind in Brüssel übereingekommen, den Weg für die NATO-Mitgliedschaft von Bosnien-Herzegowina zu ebnen, erklärte Jens Stoltenberg. Auch Mazedonien hätte schon lange Mitglied werden müssen. Ungarn wird dies weiter forcieren, bekräftigte Szijjártó. „Die Geschichte hat uns gelehrt, solange es auf dem Westbalkan ungeklärte Fragen gibt, entstehen daraus oftmals große Probleme, die es zu umgehen gilt. Die beste Lösung dafür ist die Beschleunigung des Integrationsprozesses. Je besser die Zusammenarbeit zwischen Ost und West ist, desto höher ist unsere Sicherheit“, sagte Szijjártó.

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