Als das „Bindeglied zwischen Elton John und Coldplay“ beschrieb der Daily Telegraph einmal Tom Odell. Dabei ist der Brite, der am vergangenen Samstag seinen 28. Geburtstag feierte, vor allem eins: ein hoffnungsloser Romantiker. Deshalb sind gerade gefühlvolle und leidenschaftliche Liebeslieder seine Spezialität. Diese obendrein auch noch perfekt durchkomponierten Stücke brachten dem blonden Wuschelkopf mit der manchmal brüchigen Stimme über die letzten Jahre eine stetig wachsende Fangemeinde sowie 2013 eine Ehrung mit dem BRITs Critics Choice Award ein. Zu den musikalischen Vorbildern des populären Musikers zählen unter anderem David Bowie, Jeff Buckley, Bob Dylan, Arthur Russell, Leonard Cohen, Tom Waits und Bruce Springsteen.

Im Oktober erschien das dritte Album

Geboren in Chichester, in der südenglischen Grafschaft Sussex, begann Tom Odell mit sieben Jahren Klavier zu spielen, mit 13 schrieb er bereits erste eigene Songs auf dem Tasteninstrument und mit 18 zog es ihn von der Kleinstadt ins nächstgrößere Brighton. Hier studierte er am renommierten Institute of Modern Music. Seinen musikalischen Durchbruch verdankt Odell der britischen Popsängerin Lily Allen. Sie hörte den damals 22-Jährigen in London spielen und verpflichtete ihn daraufhin für ihr eigenes Label „In the Name Of“. 2013 erschien hier Odells Debütalbum „Long Way Down“, welches dank einigen Rückenwindes durch die vorab veröffentlichte Single „Another Love“ weltweit in die Charts einstieg. Sein zweites Album „Wrong Crowd“ erschien 2016 und traf auf ähnlich hohe Zustimmung.

Im Oktober dieses Jahres veröffentlichte Odell nun sein drittes Studioalbum „Jubilee Road“. Auch hier beweist er einmal mehr, dass er eine sichere Hand für von bittersüßem Liebesschmerz erfüllte Hymnen hat. Schon bei der Single „If You Wanna Love Somebody“ und dem Titeltrack „Jubilee Road“, die vorab erschienen, blieb kein Auge trocken.

Odell zieht am Klavier alle Register

Was Besucher seines Budapester Konzerts erwartet? Neben vielen tollen Songs vom neuen Album „Jubilee Road“ hat Odell natürlich auch Evergreens von seinen ersten beide Alben wie „Grow old with me“, „Concrete“ oder eben seinen Debüthit „Another Love“ im Gepäck. Das Musikgenie ist zudem dafür bekannt, sich auf seinem schwarzen Flügel auch schon mal an dem einen oder anderen Cover zu versuchen, sei es John Lennons „Imagine“ oder Billy Joels „Piano Man“.

Tom Odell gilt als hervorragender Live-Performer und auch wenn man wohl kaum auf eine wilde Bühnenshow hoffen kann, darf man sich doch auf höchste Dramatik gefasst machen. Der Brite zieht am Klavier alle Register, berührt die Gemüter mit wattig weichen, klassisch anmutenden Passagen nur um sich schon im nächsten Moment in einen reißenden Tonfluss zu stürzen; und auch brachiale Tastenattacken gehören zu Odells Repertoire. Er ist eben ein Vollblutmusiker.


Wer sich selbst davon überzeugen möchte, sollte sich schnell um Tickets für die Budapester Show bemühen. Die gibt es online via www.livenation.hu, www.funcode.hu und http://musicclub.barbanegra.hu.

Tom Odell am 8. Februar 2019 im Musikclub Barba Negra

Budapest, XI. Bezirk, Prielle Kornélia utca 4

Tickets ab 9.900 Forint

Weitere Informationen finden Sie unter www.tomodell.com


Konversation

WEITERE AKTUELLE BEITRÄGE
Wandertagung der Ökonomen

Wenn sich zwei streiten …

Geschrieben von Rainer Ackermann

Zwei Lenker der Wirtschaftspolitik sind in den letzten Tagen mächtig aneinandergeraten:…

Rezension: Ungarn-Jahrbuch 34 (2018)

Fast 500 Jahre auf 344 Seiten

Geschrieben von F.P.

Das im Mai 2019 erschienene Ungarn-Jahrbuch präsentiert mit seinem 34. Band eine breite und…

EUREM EnergieManager Qualifizierung

Einsparungen - schnell, leicht und effizient

Geschrieben von W.Z.

Die energie- und kosteneffiziente Inbetriebnahme von Gebäuden und Technologien ist für alle…