Wir leben in Frieden mit unserer eigenen Kultur und Geschichte, das ist ein großes Geschenk, das wir ehren, setzte er fort. Zugleich ist die Übergabe des Museums ein Meilenstein im Rahmen des Stadtwäldchen-Projekts „Liget Budapest“. Das ungarische Volk hat über Jahrhunderte hinweg in vielen Kämpfen Europa geschützt, die gemeinsamen Werte vermehrt und mit seiner Kultur zur europäischen Vielfalt beigetragen. Teil der ungarischen Geschichte ist, dass es immer jemanden gab, dem der Gedanke der nationalen Größe unsympathisch war und der Ungarn mit fremdem Maß messen wollte. Die Spuren dieser politischen Kurse waren auch am Gebäude des Museums sichtbar, doch diese Zeit der kleingeistigen Kulturpolitik ist mit dem rekonstruierten Museum nun zu Ende, so Orbán.

Museumsdirektor László Baán bezeichnete das rekonstruierte Museum als geheiligte Kathedrale der Kunst und dankte allen Beteiligten für die drei Jahre lang andauernden Arbeiten. Baán bezifferte die Gesamtkosten auf 15 Mrd. Forint. Das Museum der Bildenden Künste war 1906 eröffnet worden und das erste Museum der Künste Ungarns mit ständiger Ausstellung.

Im Rahmen der dreijährigen umfassenden Rekonstruktion wurden die imposante Romanische Halle, die im II. Weltkrieg stark beschädigt und nur mehr als Lager genutzt wurde, wieder aufgebaut, das Heizungssystem des Museums modernisiert, Ausstellungsräume klimatisiert, neue Ausstellungs- sowie moderne Lagerräumlichkeiten geschaffen und die ständigen Ausstellungen der ursprünglichen Konzeption der Sammlung angepasst. Nach mehreren Jahrzehnten kehren zahlreiche Kunstwerke ins Museum zurück. Das breite Publikum kann das modernisierte Museum in zwei Abschnitten in Besitz nehmen: Ende Oktober die Säle im Untergeschoss sowie im Romanischen Flügel, sämtliche ständige Ausstellungen ab Mitte 2019

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