Orbán zollte seinem Gast Anerkennung für die Leistung, mehrere Millionen Menschen aus der Nachbarschaft aufzunehmen und diese zu versorgen. Er dankte dem türkischen Präsidenten, die Vereinbarung mit der EU restlos einzuhalten, die eine Grundvoraussetzung für die Sicherheit Europas sei. Bei der Stärkung der ungarischen Armee habe er Erdogan um Hilfe gebeten; die militärtechnische Zusammenarbeit soll auf ein neues Niveau gehoben werden. Daneben seien Energiesektor, Land- und Wasserwirtschaft strategische Gebiete bilateraler Kooperationen; das Handelsvolumen von zuletzt 2,5 Mrd. Dollar dürfte sich bald verdoppeln. Die Eximbank fördert diese Bestrebungen mit einem neuen Kreditrahmen von 420 Mio. Dollar.

Erdogan kündigte eine Direktverbindung der Turkish Airlines von Budapest nach Mumbai in Indien an. Auf eine Frage von Journalisten, wie es um den EU-Beitritt der Türkei stehe, merkte er an: „Lieber ein klares Ja oder Nein, als dieses strapazierende Hinhalten! Ich mag klare Worte. Wir sind an unserer Geduldsgrenze angelangt.“ Orbán pflichtete bei, was die EU heute in den Beitrittsverhandlungen mit der Türkei anstelle, sei unehrlich. Ein starkes Europa, das in der Weltpolitik mitmischen wolle, brauche eine strategische Vereinbarung mit der Türkei.

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