Am primären Arbeitsmarkt ist die Beschäftigtenzahl um 92.000 Personen gestiegen, parallel dazu die der ABM-Kräfte um 37.000 gesunken. Die Erwerbslosenquote stagnierte im Vergleich zur letzten Erhebung bei 3,6%, im Jahresvergleich sank sie um 0,6 Prozentpunkte. Die Jugendarbeitslosigkeit verringerte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 10,2%.

Mit dieser Erwerbslosenquote nimmt Ungarn den 3. Platz in der EU hinter Deutschland und Tschechien ein, kommentierte Finanzminister Mihály Varga die KSH-Daten. Er betonte, dass seit 1992 noch nie so viele Menschen in Arbeit und Brot standen. Im II. Quartal lag das ungarische Wirtschaftswachstum bei 4,6% – das beschleunigte Wachstum bringt einen Anstieg der Arbeitsplätze mit sich. Zudem stiegen die Löhne im I. Halbjahr um mehr als 10% – dies sei ein Signal für die im Ausland arbeitenden Ungarn, dass es sich zunehmend lohnt, wieder heimzukehren. Auch für die ABM-Kräfte bestehen immer mehr Chancen, auf den primären Arbeitsmarkt zurückzukehren. In der nächsten Zeit wird die Regierung der Einbeziehung von ABM-Kräften, Job-Suchenden und der inaktiven Bevölkerung größere Aufmerksamkeit schenken. Sie startete dieser Tage ein Pilotprogramm, mit dem binnen anderthalb Jahren landesweit mindestens 50.000 Menschen in der Wettbewerbssphäre unterkommen sollen. Ziel ist es, mit der Aktivierung der Reserven, der Schulung von ABM-Kräften und Arbeitslosen Vollbeschäftigung zu erreichen, sagte Varga.

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