„Ungarn muss an jener westlichen Kultur festhalten, an die unser König, der Hl. Stefan, unser Schicksal band“, sagte Áder in seiner Festansprache auf dem Kossuth tér. Er zitierte den Schriftsteller Sándor Márai mit den Worten, Ungarn könne sich für seinen Fortbestand in einem neuen Europa Mittelmaß nicht leisten.

„Europa ist deshalb Europa, weil es sich auf christliche Fundamente stützt, und Ungarn ist deshalb ein Nationalstaat, weil seine nationale Kultur auf den Werten des Christentums beruht.“ Das sagte Parlamentspräsident László Kövér dem Radiosender „Karc FM“ aus Anlass des Nationalfeiertages vom 20. August. Der Fidesz-Politiker sprach im Gedenken an Staatsgründer Stefan I. vom Geist der ersten Gesetze dieses seit tausend Jahren existierenden Staates, die Ungarns Geschichte bis kurz nach 1945 prägten. Der Fidesz-Politiker sieht den Staat als wichtigsten Garanten der menschlichen Würde, der das Leben, die Güter und die Würde des Individuums gegenüber anderen Staaten oder gewissen Privatinteressen schützt. Heutzutage würden grundlegende Werte in Frage gestellt, würden Gesellschaften „demoralisiert“, beklagte Kövér. Der konservative Politiker sieht Europa nicht einfach als Kontinent oder Wirtschaftsgemeinschaft, sondern als Kulturgemeinschaft. Der Parlamentspräsident bezeichnete es als eine der wichtigsten Aufgaben der kommenden vier Jahre, die Kontrollfunktion des Parlaments zu stärken.

Auf einer Festveranstaltung in Zalaegerszeg sagte der Staatssekretär im Kabinettbüro des Ministerpräsidenten, Csaba Dömötör, der Fidesz wolle ein Land aufbauen, in dem die Arbeit einen Wert habe, Häuser ein Zuhause bieten, wo Familien Unterstützung erhalten, der Glauben verbindet und die Sicherheit garantiert wird.

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