Das Defizit des Staatshaushaltes ist Ende Juni bei 1.420,5 Mrd. Forint angelangt. Das Finanzministerium hob hervor, das Juni-Defizit von 233 Mrd. Forint liege nur bei einem Drittel des vor einem Jahr im gleichen Monat fabrizierten Fehlbetrags. Zur Jahresmitte ist ungefähr die Jahresvorgabe erreicht, ähnlich wie das 2015 der Fall war, wohingegen 2016 nur ungefähr 40% und im Vorjahr auch nur ca. 80% der Vorgabe bis Ende Juni „aufgebraucht“ waren.

Das Defizitziel von 2,4% für das Gesamtjahr ist zu halten, erklärte Finanzminister Mihály Varga, der bekräftigte, das Wachstum werde erneut mehr als 4% betragen. Mittlerweile sei die Regierung in Verbindung mit EU-Projekten in Höhe von 1.118 Mrd. Forint in „Vorkasse“ gegangen, während im I. Halbjahr nur 162 Mrd. Forint aus Brüssel flossen. Ausnahmsweise wurde der Monat Juni aber noch durch hohe Zinszahlungen von 268 Mrd. Forint belastet.

Die Effekte der konjunkturfreundlichen, die Schattenwirtschaft zurückdrängenden Wirtschaftspolitik zeigen sich in steigenden Einnahmen aus Steuern und Abgaben, mit einem Plus nach dem I. Halbjahr von 214 Mrd. Forint bei der Mehrwertsteuer, von 128 Mrd. Forint bei der Einkommensteuer und von 141 Mrd. Forint bei den SV-Beiträgen. Auf der anderen Seite kurbelt der Staat die Konjunktur mit dem Programm der „Modernen Städte“, mit Straßenbauprojekten und dem neu für Budapest aufgelegten Gesundheitsprogramm an.

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