Ungarn könne nur ein Papier gutheißen, in dem Länder mit höherem Wachstum nicht bestraft werden, fügte der Minister hinzu. Wo die Haushaltsdisziplin in der Vergangenheit keine Rolle spielte, würde die gegen das Gemeinschaftsrecht gerichtete Wirtschaftspolitik auch noch honoriert. Die Migration sei nationalstaatliche Befugnis, weshalb es nicht angehe, dass den europäischen Bürgern Mittel genommen und den Migranten überlassen werden. Die Brüsseler Bürokratie sollte mit dem Sparen bei sich selbst anfangen, eine Halbierung der bei den Staaten bleibenden Zolleinnahmen auf 10% wolle Budapest jedenfalls nicht erdulden. Das OLAF zum Instrument politischer Erpressungen zu machen, kritisierte Gulyás ebenso – nach seinen Worten leite das Amt die meisten Verfahren ausgerechnet gegen Mitgliedstaaten ein, die sich nicht der Europäischen Staatsanwaltschaft anschließen wollen.

Auf eine Frage zur Fußball-WM in Russland äußerte der Minister, Viktor Orbán habe seit 1998 jedes WM-Finale besucht. Wenn er nach Moskau reisen sollte, werde es nur schwer vorstellbar sein, dass er dort nicht mit dem Gastgeber, Präsident Putin, zusammentreffen wird.

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