Die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie genießt Priorität. Gefördert werden sollen atypische Beschäftigungsformen wie flexible oder Teilzeitarbeit – dazu seien ein Paradigmenwechsel bei den Unternehmen, finanzielle Anreize der Arbeitgeber sowie Veränderungen im Arbeitsrecht nötig. Hier gibt es gewaltigen Nachholbedarf: In Ungarn betrug der Anteil der Frauen in Teilzeit 2016 lediglich 10,2%, demgegenüber waren es im EU-Durchschnitt 39,1%.

Im Rahmen des Demografie-Programms werden mit EU- und staatlichen Fördergeldern mehr Kinderkrippen errichtet. Die Kapazitäten sollen von derzeit 50.000 auf 90.000 Krippenplätze ausgebaut werden. Für die Verbesserung der infrastrukturellen Voraussetzungen und Qualität der Kinderspeisung stehen in diesem Jahr Haushaltsgelder in Höhe von 2 Mrd. Forint bereit. In mehreren hundert Städten und Gemeinden könnten somit Küchen und Speisesäle von Kinderkrippen und -gärten modernisiert oder neu eingerichtet werden, um den Anforderungen des 21. Jahrhunderts zu entsprechen.

Als kritisch hat das Dokument auch den schlechten Gesundheitszustand der Bevölkerung erkannt, der mit entsprechender medizinischer Versorgung verbessert werden könnte. Ungarn zählt in diesem Bereich zu den Schlusslichtern in der EU und weist eine der niedrigsten Lebenserwartungen auf. Nun sollen ein Gesundheitspräventionsprogramm starten, medizinische Einrichtungen modernisiert und weiterentwickelt werden.

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