Szijjártó bezeichnete die Entwicklung als einen neuerlichen Erfolg der ungarischen Wirtschaft im Wettbewerb der Investitionsstandorte. In der Weltwirtschaft hat mit der Industrie 4.0 eine neue Zeitrechnung begonnen, deren Flaggschiff die Automobilindustrie ist. Die Branche hat in Ungarn an der Leistung des verarbeitenden Gewerbes einen Anteil von 29%, sie sichert 175.000 Arbeitnehmern einen Job und 92% ihrer Produkte gehen in den Export. Audi hat in Ungarn mit der Fertigung von E-Motoren begonnen, Samsung SDI siedelte hierzulande die Produktion von Batterien für E-Autos, die deutschen Unternehmen Bosch, Continental und thyssenkrupp wiederum ihre F+E an. Damit gilt Ungarn weiterhin als Flaggschiff der europäischen Automobilindustrie.

Die Modine Manufacturing Company ist ein Zulieferer für Kühler- und Klimatechnik. Das 1916 von Arthur B. Modine gegründete Unternehmen mit Sitz in Racine im US-Bundesstaat Wisconsin beschäftigt heute weltweit rund 11.000 Mitarbeiter in über 30 Produktionsstätten, davon 1.700 in Ungarn. Die USA sind der größte Exportmarkt Ungarns außerhalb der EU, US-Unternehmen beschäftigen in Ungarn mehr als 100.000 Mitarbeiter. Momentan verhandelt die Nationale Investitionsagentur (HIPA) mit 11 US-Unternehmen über weitere Investitionen, im vergangenen Jahr wurden Vereinbarungen über 10 amerikanische Großinvestitionen abgeschlossen.

Modine-Vizepräsident Thomas Marry (2.v.r.) hob hervor, dass Modine in Mezőkövesd einen idealen Standort für die Entwicklung geschaffen hat. Hier werden Kühlanlagen für Lkw und Nutzfahrzeuge hergestellt. In den kommenden Jahren sind neuerliche Erweiterungen geplant. Die Modine Hungária Kft. hat sich seit ihrer Gründung 1991 zu einer der erfolgreichsten Töchter innerhalb des Konzerns entwickelt, das Werk in Mezőkövesd ist einer der größten Arbeitgeber des Komitates Borsod-Abaúj-Zemplén. Modine Hungária verfügt über einen weiteren Standort in Gyöngyös (Komitat Heves).

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