Im größten Umfang verteuerten sich Spirituosen, Tabakwaren und Lebensmittel. Trotz der auf 5% gesenkten Umsatzsteuer legten die Preise in der Gastronomie im Vergleich zum Dezember um 0,6% zu. Zwar sank auch die Umsatzsteuer für Fisch, doch hat dieser kein großes Gewicht im ungarischen Lebensmittelkonsum; die Lebensmittelpreise kletterten zum Dezember um 1,5%. Infolge der Umsatzsteuersenkungen sanken die Preise für Telefon- und Internetleistungen um 3,7%.

Die Januar-Inflation von 2,1% entspricht den Erwartungen der Analysten, erklärte Mariann Trippon, Chefanalystin der CIB. Weitaus wichtiger sei, dass die Kerninflation nach 2,6% im Dezember nicht weiter zunahm, sondern auf 2,5% zurückgefallen ist. Dies signalisiert, dass es keinen Inflationsdruck in der Wirtschaft gibt. Zudem entsprachen die aktuellen Daten nicht nur den Markterwartungen, sondern auch jenen der Nationalbank, die somit ihre lockere Geldpolitik fortführen kann. Für das Gesamtjahr 2018 rechnet Trippon mit einer Inflation von 2,5%, am Jahresende könnte sich der Preisindex jedoch in Richtung 3% bewegen – dem Inflationsziel der Notenbank.

Die Lebensmittel waren im Januar ein Preistreiber; diese Tendenz wird 2018 voraussichtlich Bestand haben, prognostizierte Orsolya Nyeste, Senior-Makroanalystin der Ersten Bank. Im Februar könnte sich die Inflation auf 2% verlangsamen, danach werden die Verbraucherpreise wieder zulegen, in erster Linie aufgrund der erhöhten Nachfrage am Binnenmarkt, aber auch infolge der sich beschleunigenden Inflation auf internationaler Ebene, meinte Dávid Németh, Chefanalyst der K&H Bank.

Die relativ niedrigen Ölpreise und die nachhaltig niedrige importierte Inflation könnte ein deutliches Ansteigen der Preise ausbremsen; im kommenden Jahr wird jedoch das Inflationsziel der Notenbank von 3% nachhaltig erreicht, kommentierte Gergely Suppan, Chefvolkswirt der TakarékBank, die KSH-Daten.

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