In Verbindung mit dem Verbleib des Ackerlands in ungarischem Eigentum sagte Orbán, „das ist unser Land, unsere Arbeit, und es steht uns zu, daraus Nutzen zu ziehen“. Es gibt Länder, in denen sich bereits ein Drittel oder die Hälfte des Ackerlandes in den Händen von Ausländern befinden. Orbán bezeichnete die NAK als einen Pfeiler der ungarischen Zukunft. Die Zukunft der ungarischen Landwirtschaft sei vielversprechend, dennoch bestehen Gefahren hinsichtlich der Bürokraten in Brüssel, die die Gelder aus dem EU-Budget zweckentfremdet verwenden wollen, z. B. für die Lösung der Probleme der illegalen Einwanderung. „Es geht darum, dass sie Millionen hierher holen, die wir nicht eingeladen haben, und dann lassen sie uns auch noch die Zeche bezahlen.“ Nach 2020 stehen also harte Kämpfe in Verbindung mit den EU-Agrarförderungen bevor.

Die ungarische Landwirtschaft wächst seit 2010 kontinuierlich und legte bis 2017 zu laufenden Preisen um mehr als 50, zu unveränderten Preisen um über 25% zu. In den vergangenen sieben Jahren hat die Regierung ein umfassendes Fördersystem eingeführt, die heimischen Produzenten erhielten allein in diesem Jahr direkte Förderungen in Höhe von mehr als 396 Mrd. Forint. Bis 2020 kommen Rinderzucht, Milch-, Schaf- und Tabaksektor in den Genuss der höchsten Förderungen. Die Geflügel- und Schweinebranche, die von der EU nicht gefördert werden, erhalten im Vergleich zu 2010 dreimal so hohe ungarische Fördermittel. Unterstützt werden soll zudem die Entwicklung junger Agrarunternehmer.

Von strategischer Wichtigkeit ist, Ungarn anstelle der nach Mitteleuropa gelangenden Dumpingwaren von zweifelhafter Qualität in die Lage zu versetzen, selbst qualitativ hochwertige Lebensmittel herzustellen, sagte Orbán abschließend.

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