Das Gebäude mit der skandalösen Entstehungsgeschichte wurde zuletzt von der Hauptstadt für 11 Mrd. Forint (35 Mio. Euro) feilgeboten – im Kleinanzeigenteil eines Immobilienportals. Das „Bálna“ (nach seiner Form als „Walfisch“ bezeichnete Gebäude) war ursprünglich als Handels- und Kulturzentrum für Budapest bestimmt worden; es liegt in zentraler Lage, südlich der Freiheitsbrücke. Laut Ankündigung des Kanzleramtsministers wird das Gebäude somit künftig touristischen Zwecken dienen.

Im Mittelpunkt der Pressekonferenz standen einmal mehr Migration und Soros-Plan, wo Lázár Stillstand von Seiten Brüssels beklagte, als hätte er den neuen Kompromissvorschlag der estnischen Ratspräsidentschaft noch nicht vernommen. Auf ein anderes altes Thema eingehend wiederholte der Minister, im Haushaltsplan für 2018 seien 60-70 Mrd. Forint vorgesehen, die voraussichtlich als Strafe für die Unregelmäßigkeiten beim Bau der U-Bahnlinie M4 an Brüssel zu zahlen seien. Dann wiederholte er die aktuellen Wirtschaftszahlen, die dynamische Lohnerhöhungen erlaubten. Für die Mitarbeiter der Kommunalverwaltungen sehe er im laufenden Zyklus aber keine Chancen mehr – es wäre jedoch erstrebenswert, krasse Unterschiede zwischen den einzelnen Städten und Gemeinden zu nivellieren. Wie Löhne und Gehälter 2018 angehoben würden, stehe im bereits verabschiedeten Haushaltsplan; einzig die Wirtschaftsleistung könne ein Mandat für weitere Maßnahmen erteilen.

Zur umfassenden Rekonstruktion der Eisenbahnstrecke Budapest-Belgrad merkte Lázár an, Ungarn sehe die auf den EU-Beitritt wartenden Staaten in Mittelosteuropa als Chance an, man wolle das Tor des Westbalkans zur EU sein.

Konversation

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