An die Kooperation zwischen dem Ungarischen Bankenverband, der AFCA sowie dem Chinesischen Bankenverband sind ebensolche Hoffnungen geknüpft wie an das Budapester Clearingzentrum der Bank of China, sagte Varga. In der heutigen Weltwirtschaft dürfe nicht nur an Beziehungen zwischen einzelnen Ländern, sondern zwischen Kontinenten gedacht werden, deswegen ist die Zusammenarbeit mit der AFCA von enormer Bedeutung. Die AFCA möchte vorrangig im Interesse der globalen Finanzstabilität, im Erfahrungsaustausch der besten Praktiken, zur Erstarkung des Verbraucherschutzes im Finanzwesen tätig werden und im Kampf gegen Kriminalität mitwirken. Ungarn ist seit geraumer Zeit an einer verstärkten Zusammenarbeit mit China interessiert. Das Land hat sich der chinesischen Initiative „Ein Band – ein Weg“, dem sog. Seidenstraßenprojekt angeschlossen und wurde Mitglied der Asiatischen Infrastrukturinvestmentbank (AIIB).

Die Ungarische Nationalbank (MNB) ehrte zudem am Mittwoch im Beisein von Ministerpräsident Viktor Orbán, mehreren Regierungsmitgliedern, Vertretern des ungarischen und internationalen Finanzlebens den Präsidenten der chinesischen Notenbank, Zhou Xiaochuan, mit dem Lámfalussy-Preis. Zhou Xiaochuan ist ein bestimmender Finanzreformer, er hat viel für die Internationalisierung des Renminbi getan. Mit dem 2013 ins Leben gerufenen Lámfalussy-Preis werden international herausragende fachliche Leistungen geehrt, die auch Auswirkungen auf die Arbeit der MNB sowie die internationale Währungspolitik haben. Namensgeber ist der bekannte Notenbankpräsident und Kapitalmarktexperte Alexander Lamfalussy (Sándor Lámfalussy), auch „Vater des Euro“ genannt, dessen Lebenswerk die europäische Wirtschaft prägte.

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