Die ungarische Regierung hat seit 2014 gleich 15 bedeutende schweizerische Investitionen gefördert. Mit zwei schweizerischen Unternehmen laufen derzeit Verhandlungen. Die in Ungarn firmierenden ca. 900 schweizerischen Unternehmen beschäftigen 30.000 Mitarbeiter. Szijjártó machte die Investoren auf den Kreditrahmen der Eximbank in Höhe von 1,7 Mrd. Euro zur Förderung der schweizerisch-ungarischen Unternehmenskooperationen aufmerksam. Dieser könne u. a. für Investitionen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, Export-Import-Transaktionen oder gemeinsame Projekte auf Drittmärkten in Anspruch genommen werden.

Szijjártó zufolge haben sich in den vergangenen Jahren nicht nur Sicherheit und Politik, sondern auch wirtschaftliche Herausforderungen, die Wettbewerbsbedingungen und Technologien verändert, während sich zugleich die juristischen und Regulierungsrahmen wandelten. In dieser neuen Weltordnung werden jene die Gewinner sein, die Produktion und Entwicklung erfolgreich miteinander verbinden können. Ungarn konzentriert sich dementsprechend auf die Wettbewerbsfähigkeit von Digitalisierung, Forschung und Entwicklung. Die führenden Unternehmen in der neuen Industrierevolution müssen davon überzeugt werden, dass sie hierzulande nicht nur produzieren, sondern auch entwickeln. Auch das Erreichen der Vollbeschäftigung bringt neue Herausforderungen mit sich, weshalb die Regierung entschied, die Gelder für staatlich finanzierte technische, IT- und mathematische Ausbildungen aufzustocken, Industrie-Universitätszentren zu schaffen und die duale Ausbildung auszuweiten.

Peter Burkhard (M.), Botschafter der Schweiz in Budapest, betonte bei der Eröffnung der Veranstaltung, dass die schweizerischen Unternehmen zu einer der aktivsten Investorengruppen in Ungarn avancierten. Er hob u. a. das vor Kurzem von Nestlé mit einem Investitionsvolumen von 20 Mrd. Forint übergebene Tierfutterwerk in Bük, die Errichtung einer Produktionshalle der Schweizer Firma Adval Tech Plant 2 Kft. sowie die in Kürze startenden Neuinvestitionen von Stadler hervor. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie innovativen Zugriff zu den neuesten Technologien gewährleisten und damit die Wettbewerbsfähigkeit Ungarns verbessern. Nicolas Brühl (l.), Abteilungsleiter Europa, Zentralasien, Europarat, OSZE des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), hob die Vielfältigkeit der bilateralen Beziehungen hervor.

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