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Kritik an Besuch in Deutschland

Schon im Vorfeld wurde bekannt, dass es sich bei der Deutschlandreise Viktor Orbáns um einen reinen Privatbesuch anlässlich des Reformationsjubiläums handelte. Trotzdem wurde das ungarische Regierungsoberhaupt von Sachsen-Anhalts Ministerpräsidenten Reiner Haseloff (CDU) empfangen. Dessen Regierungssprecher Matthias Schuppe erklärte: „Das gehört zur politischen Etikette, da geht es um Anstand.”

Während einer von Reiner Haseloff persönlich geleiteten Stadtführung besuchten die Politiker die wichtigsten Orte der Reformation, beispielsweise die Schlosskirche, an deren Tür Martin Luther im Jahre 1517 seine 95 Thesen angeschlagen haben soll, das Grab des Reformators sowie die Ausstellung „Luther! 95 Schätze – 95 Menschen” im Lutherhaus. Ungarn selbst hatte hier einen bedeutenden Beitrag zum Luthergedenken geleistet: Die evangelische Kirche des Landes gab Wittenberg das Originaltestament Martin Luthers als Leihgabe.

Im Vorfeld gab es an dem Besuch jedoch massive Kritik aus den Reihen der Linken und Grünen in Sachsen-Anhalt. Beide Parteien, so schreibt der mdr, hätten im Vorfeld beklagt, dass mit Orbán ein Politiker ins Land käme, der wie kein anderer für Fremdenfeindlichkeit in Europa stehe. Sven Schulze, CDU-Parteikollege Haseloffs, hingegen verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass der Landesvater einen Zugang zu seinem ungarischen Amtspendant fände, denn Gespräche seien insbesondere bei politisch unterschiedlichen Ansichten unerlässlich.

Arbeitsessen in größerer Runde

Später reiste Premier Orbán weiter nach Dresden, wo er auch auf seine zwei Minister Zoltán Balog und Péter Szijjártó traf. Bei einem Arbeitsessen mit Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) vereinbarte dieser mit Premier Orbán eine weitere Vertiefung der wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit. Ebenfalls anwesend war Arnold Vaatz, Vizefraktionschef der CDU/CSU.

Konversation

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