Im Juli lagen die Verbraucherpreise durchschnittlich 2,1% über Vorjahresniveau, gab das Zentralamt für Statistik (KSH) am Dienstag bekannt. Binnen zwölf Monaten verteuerten sich in erster Linie Tabakwaren und Spirituosen (um 5,2%), was auf die erneut angehobene Verbrauchsteuer zurückzuführen ist. Daneben heizten auch die Lebensmittelpreise (+3,3%) die Inflation an, speziell Schweinefleisch (+12,7%) und Käse (+10,8%), aber auch Zucker, Wurstwaren, Kaffee und Brot, die sich um 5-10% verteuerten. Für Dienstleistungen müssen im Schnitt 1,8% mehr als vor einem Jahr bezahlt werden – gegenüber dem Juni zogen dabei allein die Leistungen des Tourismusgewerbes (saisonal bedingt) um 5,9% an. Die Kerninflation ist mittlerweile bei 2,6% angelangt, der durchschnittliche Preisanstieg seit Jahresbeginn erreicht 2,3%.

Die Experten der Notenbank verwiesen auf die zum 1. Juli angehobene Verbrauchsteuer auf Tabakwaren sowie auf Lebensmittel, deren Preis sensibler auf steigende Kosten reagiere. Analysten gehen davon aus, dass sich die Teuerung nunmehr oberhalb von 2% festsetzen wird. Der dynamisierte Inlandsverbrauch heizt neben den zweistellig wachsenden Löhnen die Inflation an, die Importpreise (speziell die anhaltend niedrigen Ölpreisnotierungen) und der erstarkte Forint bremsen diese wiederum aus.

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