Orbán erläuterte, es gebe Länder, die ihr kulturelles Muster nicht verändern wollen, während andere in einer weitaus bunteren Welt lebten. Diese große Distanz zeige, welch heroische Aufgabe die EU auf sich genommen habe, als sie eine gemeinsame Migrationspolitik anstrebte. Dennoch forderte er die EU zur Suche einer gemeinsamen Konzeption auf; immerhin sei in der äußeren Dimension mehr Einigkeit vorhanden. So hätte zwischen den sieben Ministerpräsidenten Übereinstimmung darin bestanden, die Grenzen zu schützen, Flüchtlinge frühzeitig von Migranten zu trennen und Vereinbarungen mit allen Ursprungs- und Transitländern zu treffen. Schließlich müsse es eine gemeinsame EU-Liste für sichere Dritt- und Ursprungsstaaten geben.

Gastgeberin Beata Szydlo forderte die EU zu Reformen und Einheit auf, das Treffen der 7 Ministerpräsidenten sei gut und offen gewesen. Luxemburgs Ministerpräsident Xavier Bettel betonte, wie wichtig eine Fortsetzung des Dialogs mit Russland sei – wenn auch die Annexion der Krim nicht hingenommen werden könne, dürfe sich die Antwort nicht in neuerlichen Sanktionen erschöpfen.

Mit dem Abschluss des Gipfels übergab Polen die Präsidentschaft der V4-Gruppe offiziell an Ungarn, das den Vorsitz ab Juli für ein Jahr bekleiden wird.

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