Die ungarische Nationalversammlung hatte den Friedensvertrag von Trianon am 15. November 1920 ratifiziert; damit wurde die Auflösung der Österreichisch-Ungarischen Monarchie bekanntgegeben. Das Territorium Ungarns schrumpfte (ohne Kroatien) von 2.830.000 auf 93.000 Quadratkilometer, seine Bevölkerung von 18,2 auf 7,6 Mio. 3,2 Mio. Ungarn gelangten außerhalb der Landesgrenzen. Das Parlament erklärte am 31. Mai 2010 den 4. Juni, den Tag der Unterzeichnung des Friedensvertrages, zum Tag der Nationalen Zusammengehörigkeit.

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Kanzleramtsminister János Lázár zufolge sei jetzt die Zeit gekommen, dass „unsere Nachbarn und die führenden Politiker Europas eingestehen, dass die ungarische Nation das Opfer von Trianon ist, und nicht sein Urheber“. Bei der Gedenkfeier in Szarvas sagte Lázár, dass die Politiker des gemeinsamen Europas endlich mit Verständnis und Achtung der nationalen Sensibilität jedes Ungarns begegnen sollten. In Kürze nähert sich der 100. Jahrestag des Vertrags von Trianon, das sei Grund genug, dass den Ungarn endlich für die größte Ungerechtigkeit der Weltgeschichte Gerechtigkeit widerfahre, wenn schon nicht finanziell, so doch moralisch. Auch die in den USA lebende ungarische Gemeinschaft gedachte in Chicago, Cleveland, New York und New Brunswick mit Festivals und Festmessen des Tages der nationalen Zusammengehörigkeit.

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Die rechtsgerichtete Jobbik bezeichnete die Regierungspartei Fidesz als heuchlerisch. Jobbik hatte empfohlen, das Jahr 2020 zum Trianon-Gedenkjahr zu erklären, doch die Fidesz-Abgeordneten verhinderten die Einreichung der Vorlage im Parlament. Zudem erinnerte Jobbik daran, dass der einstige Soros-Stipendiat Viktor Orbán und seine Partei 1990 unter Protest den Sitzungssaal des Parlaments verließen, als man Trianon gedachte. Diese Schande haben die Regierungsparteien Fidesz und KDNP in der vergangenen Woche mit der Ablehnung der Empfehlung hinsichtlich des Trianon-Gedenkjahres erneut untermauert.
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