Über 350 Schülerinnen aus Gymnasien und Fachmittelschulen nahmen am Montag unter dem Titel „TechGirls“ an einem Event im Gebäude der Fakultät für Informatik der Budapester Technischen Universität (BME) teil. Rund 15 Unternehmen präsentierten spannende und informative Anwendungen aus der Welt der Technik. Die Veranstaltung war die erste Station einer Reihe, mit der die DUIHK in vier Städten – Budapest, Pécs, Debrecen und Miskolc – das Interesse von Mädchen an Technik und Naturwissenschaften wecken möchte.

Bereicherung traditioneller Sicht- und Herangehensweisen

Dale A. Martin, Präsident der DUIHK und Vorstandsvorsitzender der Siemens Zrt., sagte in seinem Grußwort, dass in Ungarn zwar 53 Prozent der Hochschul- und Fachhochschulstudenten Frauen seien, dieser Anteil jedoch in technischen Fachrichtungen wesentlich niedriger ausfalle. Er betonte, dass es heute bereits „in“ sei, Ingenieur zu werden, und dies gelte in vollem Maße auch für Frauen. Sie könnten nämlich sehr viel in die Wirtschaft einbringen, bei der Digitalisierung oder der Kooperation zwischen Wirtschaft, Forschungsinstituten und Staat. Der Rektor der Technischen Universität, Prof. Dr. János Józsa erklärte, dass die steigende weibliche Präsenz in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) traditionelle Sicht- und Herangehensweisen bereichern würden. Er fügte hinzu: „Wer heute eine Ingenieurslaufbahn einschlägt, kann sich sicher sein, später auch einen attraktiven Arbeitsplatz zu finden.“

Weibliches Potenzial ist vorhanden

Dr. László Palkovics, der Staatssekretär für Bildung im Ministerium für Humanressourcen, wies darauf hin, dass Ungarns Wirtschaft den technologischen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte nur mit qualifizierten Fachleuten begegnen kann. Der Anteil der weiblichen Studenten sei in den technischen Fachrichtungen noch steigerungsfähig, und dafür seien sowohl der Bedarf vorhanden, als auch das Potential. Er illustrierte das am Beispiel der Fahrzeugindustrie, wo etwa bei der Entwicklung des autonomen Fahrens viele in Ungarn tätige Unternehmen zur Weltspitze gehören, und Frauen hier in zahlreichen Fragen innovative neue Sichtweisen einbringen können.

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Das Interesse an der DUIHK-Auftaktveranstaltung war groß.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe der DUIHK präsentieren in allen vier Städten jeweils etwa 15 deutsche und ungarische Unternehmen den angehenden Studentinnen mit vielfältigen Ständen, Robotern, Experimentierstationen, digitalen Spielen und anderen Exponaten, wie abwechslungsreich und vielfältig die Produktionsabläufe und die Produktpalette heutiger, moderner Unternehmen sind. Die Überzeugungskraft und Authentizität der Veranstaltung wurde zusätzlich durch ein unterhaltsames Podiumsgespräch gestärkt, in dem erfolgreiche weibliche Firmenchefs, Ingenieurinnen oder Studentinnen und weitere Teilnehmer darüber berichten, warum sie eine technische Laufbahn eingeschlagen haben, und welche abwechslungsreichen Tätigkeitsfelder sich in diesem Bereich auch für Frauen bieten. In Budapest waren dies beispielsweise die Geschäftsführerin von Henkel in Ungarn, Ágnes Fábian, Tímea Márkus (Siemens), die Verkehrsingenieurin und in der Freizeit auch Segelflugpilotin ist und die Agrochemieingenieurin Boglárka Gódor-Horváth von BASF. Mit Orsolya Prőhle und Károly Puhr saßen schließlich gleich zwei Ingenieurstudenten auf dem Podium, die schon jetzt bei deutschen Firmen arbeiten und so aus erster Hand von den spannenden Seiten eines technischen und naturwissenschaftlichen Arbeitsumfelds berichten konnten.

Weitere Informationen über die Veranstaltungsreihe (auf Ungarisch): www.techcsajok.hu


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