Kössler fügte hinzu, dass die Serienfertigung für das aus dem spanischen Martorell nach Győr verlagerte SUV-Modell Q3 im kommenden Jahr anlaufen werde. Ein Jahr darauf starte dann die Produktion des nagelneuen Modells Q4 in Győr. Die komplette Antriebstechnik für Audi-Modelle mit vorne eingebauten Batterien wird künftig aus Ungarn beigesteuert. Die Karosserieelemente der neuen Modelle entstehen in einer neuen Produktionshalle mit einer Grundfläche von 80.000 m2, in der auch 700 Roboter die Arbeit „aufnehmen“ werden.

Szijjártó bezifferte die Aufwendungen der Audi Hungaria für das Karosseriewerk auf 100 Mrd. Forint (320 Mio. Euro). Außerdem seien 10 Mrd. Forint in die Schulung von rund 1.000 Mitarbeitern geflossen, um für einen reibungslosen Anlauf der Fertigung von Elektromotoren zu sorgen, die absolutes Neuland in der ungarischen Automobilindustrie darstellt. Diese Branche steigerte ihren Gesamtausstoß im vergangenen Jahr auf den neuen Rekordbetrag von 7.874 Mrd. Forint (25,4 Mrd. Euro). Der Fidesz-Politiker würdigte, dass Investitionen wie die des Audi-Konzerns dazu beitragen werden, die Produktion noch weiter zu steigern. Innerhalb der deutsch-ungarischen Wirtschaftsbeziehungen seien die Entwicklungsprojekte von Audi eine besondere Erfolgsgeschichte der Zusammenarbeit.

In Győr werden heute die Modelle Audi A3 Limousine, A3 Cabriolet, Audi TT Coupé sowie Audi TT Roadster gefertigt. Die Audi Hungaria Zrt. erzielte mit ihren gut 11.500 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2016 mit der Produktion von nahezu 2 Millionen Motoren für 30 Standorte des Volkswagen-Konzerns und rund 123.000 Automobilen Umsatzerlöse von 7,136 Milliarden Euro. Seit Unternehmensgründung 1993 nahm Audi in Ungarn Gesamtinvestitionen von 8,3 Milliarden Euro vor.

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