„Es ist erfreulich, dass die Unternehmen in Bereichen wie der Verwaltung, des Steuersystems oder der Rechtssicherheit Fortschritte sehen“, sagte Dale A. Martin (l.), Präsident der DUIHK. „Allerdings überwiegen in diesen Fragen trotz der Verbesserungen noch immer kritische Stimmen, und auch im Vergleich mit anderen Ländern der Region ist die Zufriedenheit in Ungarn meist noch deutlich entfernt von den Spitzenreitern. Deshalb möchten wir die Wirtschaftspolitik bestärken, Bemühungen zur Verbesserung der Berechenbarkeit, der Transparenz oder des Bürokratieabbaus konsequent fortzusetzen“, so Martin.

Die Bedingungen am Arbeitsmarkt wurden in diesem Jahr deutlich weniger gut bewertet als in den Vorjahren. Besonders die Verfügbarkeit von Fachkräften hat sich spürbar verschlechtert: Drei von vier Befragten sind mit der aktuellen Lage unzufrieden. Dies führt bei den Unternehmen bereits zu Einschränkungen im laufenden Betrieb und gefährdet längerfristig auch Investitionspläne. „Der Fachkräftemangel bringt den Firmen nicht nur geschäftliche Nachteile, mittelfristig kann dieser auch auf gesamtwirtschaftlicher Ebene negativen Einfluss auf das Wachstum haben und sogar geplante Investitionen gefährden“, erklärte Martin. Er betonte, dass neben kurzfristigen Maßnahmen der Unternehmen langfristig orientierte Lösungen gefunden werden müssen, z. B. durch die Einbeziehung weiterer Gruppen in den aktiven Arbeitsmarkt, aber auch durch betriebliche Qualifizierung und eine weitere Verbesserung der Ausbildungssysteme. Die DUIHK widme sich daher in diesem Jahr im Rahmen ihres Jahresthemas „Fachkräftesicherung“ verstärkt konkreten Projekten, die den Unternehmen in diesen Fragen praktische Unterstützung bieten. Dennoch ist der Anteil derjenigen, die ihre Investition wieder in Ungarn tätigen würden, um anderthalb Prozentpunkte auf nun 81% gestiegen.

István Lepsényi (M.), Staatssekretär des Wirtschaftsministeriums, sagte bei der Vorstellung des Berichts: „Für uns sind die Meinungen und das Feedback der hier tätigen Unternehmen, und insbesondere der hier tätigen deutschen Unternehmen, außerordentlich wichtig. Die DUIHK und die ungarische Regierung stehen auf einem gemeinsamen Nenner hinsichtlich der Beurteilung der Prozesse der ungarischen Wirtschaft.“

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