Nun ist es ja so, dass Kinderkrankheiten bei solchen technischen Gerätschaften irgendwie immer dazugehören. Seit Montag vergangener Woche verging aber kaum ein Tag, an dem es nicht Probleme mit den Wagen gab.

Ob das so eine gute Idee ist ...

Soweit, so ärgerlich. Aber der Erklärungsversuch, mit dem Oberbürgermeister István Tarlós (ohne zu scherzen) vor die Presse trat, lässt selbst hartgesottene BKV-Nutzer im wahrsten Sinne des Wortes ungläubig staunen. Denn statt der (dokumentiert), nun ja, oberflächlichen Arbeit bei der Rundumerneuerung der Wagen sieht Tarlós böse Mächte am Werk. Vielmehr das Böse selbst, denn keinen Geringeren als Satan selbst sieht der erste Mann der Stadt als Grund dafür, dass es immer wieder zu Problemen mit der Metro kommt: „Ich denke, in dieser Metro-3-Geschichte ist ganz sicher der Teufel zugange, aber man sollte wirklich einmal lernen, sich auch über etwas zu freuen.“

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„In zwei Tagen ist die russische Metro zwei Mal kaputt gegangen. Ich finde, die Russen sollten uns ein AKW bauen.“

Natürlich freuen wir uns über die neuen Metrowagen, geliefert von Firmen aus Putins Heimat. Was sind da schon Lappalien wie eine ungewollte Vollbremsung oder nicht zu öffnende Türen? Wer glüht da nicht schon vor Vorfreude auf die Erweiterung des Atomkraftwerks Paks? Das dachten sich auch die „Szomszédok forever“ und sprechen damit wohl nicht wenigen Budapestern aus der Seele. Wer die alten, lieb gewonnenen Metrowagen aber doch allzu sehr vermisst, der kann sich eine kleine Plüschreplik (inklusive züngelnder Flammen!) nach Hause bestellen. Ganz ohne geht‘s eben doch nicht.

Konversation

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