Die Billigung des Projekts zur Erweiterung des Atomkraftwerks Paks (Paks II.) durch die EU-Kommission sei der größte wirtschaftsdiplomatische Erfolg der letzten 30 Jahre, resümierte Lázár. Zu dem Erfolg habe der Mut des Ministerpräsidenten beigetragen, ebenso wie die Tatsache, dass diese Regierung nicht nur von Plänen spricht, sondern diese auch verwirklicht. Die wichtigsten Ziele bei dem Projekt lauteten für Ungarn, das AKW Paks in staatlichem Besitz zu halten und eine möglichst preisgünstige Stromerzeugung zu erreichen. „Ohne einheimischen Strom müssten wir ausländisches Erdgas einkaufen“, erklärte der Minister, weshalb Paks II. als eine der wichtigsten Garantien für die Politik der sinkenden Wohnnebenkosten anzusehen sei. Während ein ungarischer Verbraucher heute 36-38 Ft/kWh Strom zahlt, müssten die Deutschen umgerechnet 90 Forint berappen. Österreich habe angezeigt, sich in das Genehmigungsverfahren einzuschalten, wodurch die Bauausführung aber nicht weiter verzögert wird. Paks II. sei eine schwerwiegende wirtschaftliche Angelegenheit und keineswegs eine politische Frage, weshalb der Minister bedauerte, dass einzelne kleine Parteien ihre Wahlkampagne diesem Thema widmen.

Zur strengeren Grenzsicherung und Festsetzung von Migranten stellte Lázár klar, diese Rechtsnormen erfüllten die Erwartungen Deutschlands und Österreichs, die sich regelmäßig beklagten, dass weiterhin Hunderte und Tausende Migranten über die Balkanroute bei ihnen eintreffen.

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