Aufgrund einer Verhandlungsgenehmigung der EU können Abstimmungen über Investitionsschutz und eine direkte Zusammenarbeit der Banken unter Leitung der Eximbank mit sofortiger Wirkung starten. Die iranischen Importgenehmigungsbehörden werden ungarischen Produkten und Technologien künftig besondere Aufmerksamkeit schenken. Szijjártó zufolge bergen die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen ein großes Potenzial. Der Handelsverkehr belief sich früher auf jährlich ca. 350 Mio. USD, infolge der Sanktionen ist dieser auf ein Zehntel geschrumpft. Vereinbart wurde zudem, dass die Ikarus Global Zrt. mehrere hundert Autobusse nach Teheran liefert, ebenfalls finanziert durch die Eximbank. Verhandlungen laufen mit den Kommunalverwaltungen von zwei iranischen Großstädten darüber, dass ungarische Firmen die Abfall- sowie Wasserwirtschaft modernisieren.

Zudem bieten sich für ungarische Firmen Möglichkeiten der Zusammenarbeit in der Lebensmitteltechnologie und der Energieinfrastruktur an. Gleichwohl will sich der Iran am europäischen Energiemarkt etablieren. Der Iran verfügt über die zweitgrößten Erdgas- und viertgrößten Erdölvorkommen weltweit. Ab Juni startet die Ausbildung von 150 iranischen Fluglotsen in Ungarn. Irans Wirtschaftsminister Ali Tayebnia (l.) betonte, dass Ungarn im Herzen Europas liege und damit das Tor für die Zusammenarbeit mit den anderen europäischen Ländern darstellt. Am Nachmittag wurde ein Geschäftsforum unter Teilnahme beider Minister organisiert, an dem auch 100 ungarische Unternehmen teilnahmen. Außerdem stimmte sich Ministerpräsident Viktor Orbán mit Tayebnia über die Zusammenarbeit in Wirtschaft und Energie ab.

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