Auf der Budapester Pressekonferenz zu Bekanntgabe der neuen Investition, die auf der grünen Wiese am Rande der ostungarischen Komitatshauptstadt Debrecen getätigt wird, sprach Marc De Bastos Eckstein am Freitag von einer Entscheidung, die auf Jahrzehnte die Zukunft des Unternehmens in Ungarn prägen werde. Das Projekt sei ein Zeichen des Vertrauens in die ungarischen Arbeitskräfte; thyssenkrupp beschäftigt hierzulande schon heute mehr als 1.000 Mitarbeiter in Automobilindustrie, Aufzugstechnik und Stahlhandel (gemeinsam mit Ferroglobus). Das Softwarezentrum für Lenkungstechnologien von Kraftfahrzeugen in Budapest zählt längst mehr als 500 Entwicklungsingenieure.

Außenwirtschaftsminister Péter Szijjártó (l.) teilte mit, dass die Regierung die neue Investition mit 3,8 Mrd. Forint (rund 12 Mio. Euro) an Zuwendungen unterstützen wird. thyssenkrupp wird in Debrecen modernste Federn und Stabilisatoren für die größten Automobilmarken herstellen. Ungarn brauche solche Projekte, um Entwicklungsmotor der Industrie bleiben zu können.

Dem CEO des Geschäftsbereichs Federn & Stabilisatoren, Matthias Koll (r.), zufolge wird mit dem Bau des Werks auf einer Fläche von ca. 20.000 m2 noch im Frühjahr begonnen. Ab 2018 sollen dort jährlich 6,5 Mio. Schraubenfedern und Stabilisatoren hergestellt werden.

Gerade erst errichtet thyssenkrupp bei Budapest für 100 Mio. Euro ein Werk für Motoren- und Fahrwerkskomponenten, wo ebenfalls ab 2018 elektrisch unterstützte Lenksysteme und Zylinderkopfhauben mit integrierten Nockenwellen in Serie gefertigt werden sollen.

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