Sehr anstrengend sei es gewesen, aber er sei sehr glücklich mit dem Ergebnis, meinte Balázs „Kenguru“ Mayer. Der Gründer der seit 2005 zweimal jährlich stattfindenden Modewoche hatte kurz vor Beginn der Modenschau am Donnerstagabend noch tatkräftig mitgeholfen den Laufsteg zu putzen, damit auch keines der Mannequins ausrutscht. Zum Abschluss der dreitägigen Fashion Week stellten fünf ungarische Designer den 300 Gästen im Hauptsaal des Italienischen Instituts für Kultur ihre Kollektionen vor. Für den Flair der internationalen Modewelt sorgte das extra aus London eingeflogene Model Maurisa Selene Coleman. Noch ist die Budapest Fashion Week nicht so groß wie beispielsweise die berühmten internationalen Modewochen in New York und Paris, aber sie folgt demselben Konzept und will langfristig ein Forum für ungarische Modedesigner schaffen.

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Metallisch glänzende Modeträume

Für eine der jungen ungarischen Modedesigner und -designerinnen war der Abend besonders aufregend: Veronika Hegedűs, die Gründerin des Modelabels Veronique Amati, ist eigentlich Anwältin und kam durch Zufall in die Designbranche. Sie stellte ihre erste eigene Kollektion „Wearable Dreams“ vor, die sie als eine Harmonie aus Luxus, Romantik, Eleganz und Couture mit einen Hauch von Business beschreibt. Die Einzelstücke kosten zwischen 50.000 und 300.000 Forint, aber die meisten möchte Veronika Hegedűs ohnehin behalten – man könne die Stücke ja vermieten, meint sie.

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Die metallisch glänzenden und mit Schleifen und Pailletten verzierten Kreationen der Newcomerin bildeten das eindrucksvolle Finale einer faszinierenden und vielseitigen Modenschau, in der von kunterbunten Mustern bis zu streng einfarbigen Kollektionen alles vorhanden war und welche zusammen mit Livemusik und Tanzeinlagen kostümierter Bauchtänzerinnen dem Publikum einen sehr unterhaltsamen Abend bot.

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